12 April 2026, 18:03

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Förderung und Bundesrentenfonds

Alter deutscher Regierungsaktienchein mit rotem Stempel, Text und Zahlen auf altem Papier.

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Start-up-Förderung und Bundesrentenfonds

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um in Deutschland ein kapitalgedecktes Rentensystem einzuführen. Das Vorhaben zielt darauf ab, Investitionen in Start-ups zu fördern und gleichzeitig die Finanzierung der Altersvorsorge zu reformieren. Wird der Vorschlag umgesetzt, entsteht ein neuer "Bundesrentenfonds", der sowohl private Sparer als auch die Gesamtwirtschaft unterstützen soll.

Der Plan sieht vor, schrittweise ein kapitalbasiertes Rentenmodell in das bestehende gesetzliche System zu integrieren. Anfangs würde der Fonds als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorgepläne fungieren. Langfristig könnte er einen Teil der gesetzlichen Rente mitfinanzieren.

Die Abgeordneten wollen zudem die Vorschriften für Versicherer und Pensionskassen lockern, um ihnen mehr Spielraum für Investitionen in Start-ups und europäische Unternehmen zu geben, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Der Fonds selbst könnte bis zu fünf Prozent seines Vermögens in solche Unternehmen stecken.

Um eine breitere Beteiligung zu fördern, schlägt der Entwurf neue Tranchen in Dachfonds vor. Diese sollen Privatanlegern den Zugang zu wachstumsstarken Unternehmen erleichtern. Die Änderungen knüpfen an jüngste Bundestagsreformen zur privaten Altersvorsorge an und passen zur Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, die auch Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung vorsieht.

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Die Abgeordneten haben ehrgeizige Ziele für die WIN-Initiative gesetzt, ein staatlich gefördertes Investitionsprogramm. Bis 2030 soll es auf 25 Milliarden Euro anwachsen – mehr als das Doppelte des bisherigen Ziels von 12 Milliarden Euro.

Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD ihre Reformagenda finalisiert. Wird er umgesetzt, würde der neue Rentenfonds mehr Kapital in Start-ups und aufstrebende Unternehmen lenken. Gleichzeitig soll das System der Altersvorsorge durch eine breitere Streuung der Finanzierungsquellen gestärkt werden.

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