Stadtrat verabschiedet 92-Millionen-Haushalt – doch die Schulden drohen zu explodieren
Emma GüntherStadtrat verabschiedet 92-Millionen-Haushalt – doch die Schulden drohen zu explodieren
Der Stadtrat hat den Haushalt für 2026 verabschiedet, der Investitionen in Höhe von insgesamt 92 Millionen Euro vorsieht. Allerdings wird ein Fehlbetrag von 16,8 Millionen Euro die Inanspruchnahme der finanziellen Rücklagen erfordern. Der Beschluss fand mit der Zustimmung der meisten Fraktionen statt, wenn auch nicht ohne Widerstand.
Der Haushalt sieht keine Steuererhöhungen vor – die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern bleiben unverändert. Die Personalkosten werden stabil gehalten, neue Stellen sollen nur dort geschaffen werden, wo bereits Mittel bereitstehen. Zu den zentralen Vorhaben zählen Sanierungen an Schulen, der Bau einer neuen Feuerwehrwache sowie Modernisierungen am Bauhof und auf dem Gelände der ehemaligen Weberei.
Die Finanzprognosen warnen vor einer wachsenden Verschuldung: Bis 2029 könnte der Schuldenstand auf 344 Millionen Euro ansteigen. Aktuelle Schätzungen deuten zudem darauf hin, dass die Rücklagen der Stadt bis zum Ende des Jahrzehnts nahezu aufgebraucht sein werden. Die Verantwortlichen betonten, wie wichtig es sei, die Kreditaufnahme zu begrenzen und die langfristige Haushaltsstabilität zu sichern.
Für den Haushalt stimmten CDU, SPD, BfGT, FDP sowie ein Mitglied der Grünen. Ablehnung kam von der AfD, der Linken und neun Stadträten der Grünen. Mit dem beschlossenen Haushalt 2026 will die Stadt nun die geplanten Infrastrukturprojekte vorantreiben – gestützt auf schrumpfende Rücklagen. Im Mittelpunkt steht die Gratwanderung zwischen notwendigen Investitionen und der Gefahr weiter steigender Schulden. Die Verantwortlichen warnten eindringlich davor, in den kommenden Jahren in eine tiefere Finanzkrise abzurutschen.






