Steinmeier startet Ehrenamtstag statt Feiertag zum 75. Grundgesetz-Jubiläum
Marie SchneiderSteinmeier startet Ehrenamtstag statt Feiertag zum 75. Grundgesetz-Jubiläum
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den 75. Jahrestag des Grundgesetzes mit einem Aufruf zu mehr bürgerlichem Engagement gewürdigt. Statt den 23. Mai zum nationalen Feiertag zu erklären, führte er einen jährlichen „Ehrenamtstag“ ein, der das freiwillige Engagement fördern soll. Die Initiative zielt darauf ab, mehr Menschen – insbesondere junge Erwachsene – für gemeinnütziges Wirken in der Gesellschaft zu begeistern.
Das Grundgesetz, die deutsche Verfassung, wurde am 23. Mai 1949 verkündet. Zum Jubiläum besuchte Steinmeier den Prinzessinnengarten, eine Berliner Gemeinschaftsgärtner-Initiative, wo er Zucchinipflanzen setzte und Spinat erntete. Sein Besuch unterstrich die Bedeutung praktischer Teilhabe in einer demokratischen Gesellschaft.
In seiner Rede betonte der Bundespräsident, dass Demokratie dann besonders stark sei, wenn Bürgerinnen und Bürger aktiv mitgestalten. Er hob hervor, dass gemeinsames Handeln ein Gefühl geteilter Verantwortung schaffe. Statt eines ruhigen Feiertags solle der 23. Mai künftig ein Tag des Handelns werden.
Der erste Ehrenamtstag soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, freiwilliges Engagement „auszuprobieren“, ohne sich langfristig binden zu müssen. Steinmeier hofft, dass die Aktion sie dazu motiviert, sich in der Gemeinschaft zu engagieren – auch in digitalen Formaten. Langfristig soll der Tag zu einer jährlichen Tradition werden, die das bürgerliche Engagement über alle Generationen hinweg stärkt.
Die Initiative ersetzt einen möglichen gesetzlichen Feiertag durch einen Fokus auf praktische Mitwirkung. Junge Menschen können nun in einem unverbindlichen Rahmen ehrenamtliche Tätigkeiten kennenlernen. Steinmeiers Ziel ist es, die Bürgerbeteiligung zu einem dauerhaften Bestandteil der deutschen Demokratie zu machen.






