Streusalz zerstört Sachsens Stadtbäume – doch die Folgen zeigen sich erst Jahre später
Marie SchneiderUmweltaktivisten: Winterstraßensalz schädigt Bäume im Sommer - Streusalz zerstört Sachsens Stadtbäume – doch die Folgen zeigen sich erst Jahre später
Streusalz verursacht langfristige Schäden an Sachsens Stadtbäumen, Böden und Gewässern
Die Folgen bleiben oft jahrelang unbemerkt, doch Umweltverbände schlagen nun Alarm: In Kombination mit Dürre und verdichteten Böden schwächt Salz die Bäume und verkürzt ihre Lebensdauer deutlich.
Sachsens Stadtbäume leiden unter multiplen Belastungen. Hitzewellen, begrenzter Wurzelraum und verdichtete Böden setzen ihnen bereits zu – kommt im Winter noch Streusalz hinzu, verschärfen sich die Schäden über die Jahre. Viele Bäume zeigen erst Jahre nach der Salzeinwirkung erste Anzeichen des Niedergangs.
Der Umweltverband BUND Sachsen schlägt Lösungen vor, um die Folgen zu mildern. Regelmäßiges Wässern und gezielte Frühlingsdüngung sollen den Bäumen helfen, die Winterschäden zu überwinden. Felix Ekardt, Landesvorsitzender des BUND, betont, dass diese Maßnahmen günstiger seien als das Fällen abgestorbener Bäume und das Pflanzen neuer.
Wie viele Bäume bereits verloren gingen, ist unklar. Öffentliche Daten dazu, wie viele kommunale Bäume in Sachsen in den letzten fünf Jahren aufgrund von Salz, Dürre oder Bodenverdichtung abstarben oder gefällt werden mussten, gibt es nicht.
Ohne Gegenmaßnahmen werden Salz, Dürre und die städtischen Bedingungen die Bäume in Sachsen weiter schädigen. Die Empfehlungen des BUND zielen darauf ab, den Bestand zu schützen und teure Neupflanzungen zu vermeiden. Langfristig bereitet auch die Auswirkung auf Boden- und Wasserqualität der Region Sorgen.






