Stuttgart 21: Eröffnung des Tiefbahnhofs droht sich bis 2031 zu verzögern
Lara WagnerStuttgart 21: Eröffnung des Tiefbahnhofs droht sich bis 2031 zu verzögern
Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen weitere Verzögerungen – Eröffnung des Durchgangsbahnhofs erst Ende 2031?
Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor erneuten Verzögerungen: Nach aktuellen Berichten könnte der neue Tiefbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) sprach von einer möglichen „Katastrophe“ für die Region und die Fahrgäste.
Ursprünglich für 2019 geplant, leidet das Vorhaben seit Baubeginn 2010 unter Rückschlägen. Das Projekt, zu dem neue Bahnhöfe, Tunnel und Brücken gehören, war mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagt – mittlerweile belaufen sich die Kosten auf geschätzte 11,3 Milliarden Euro, die allein die Deutsche Bahn tragen muss.
Aktuell verzögert wird der Zeitplan durch Probleme bei der Digitalisierung des Knotens mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System). Dadurch verschiebt sich auch die geplante Teileröffnung des unterirdischen Bahnhofs, die eigentlich Ende 2026 erfolgen sollte. Lediglich die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm wurde wie vorgesehen 2022 fertiggestellt.
Özdemir fordert von der Deutschen Bahn nun klare Antworten, darunter verbindliche Fertigstellungstermine und ein „eindeutiges Bekenntnis“ zur vollständigen Digitalisierung. Ohne belastbare Zusagen drohten die anhaltenden Unsicherheiten den Bahnverkehr in der Region massiv zu beeinträchtigen, warnte der Ministerpräsident.
Sollte sich der neue Zeitplan bestätigen, wäre dies ein weiterer schwerer Rückschlag für Stuttgart 21. Die wiederholten Verzögerungen und explodierenden Kosten belasten die Deutsche Bahn bereits stark. Fahrgäste und regionale Verantwortliche warten nun auf die offizielle Bestätigung des überarbeiteten Fahrplans.






