07 March 2026, 06:04

Stuttgart verschärft Leinenpflicht für Hunde während der Brutzeit

Zwei Hunde laufen in einem bewaldeten Gebiet mit Pflanzen und Bäumen, mit Text am unteren Bildrand.

Stuttgart verschärft Leinenpflicht für Hunde während der Brutzeit

Stuttgart erinnert Hundebesitzer an Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit in der Stadt Köln

Die Stadt Stuttgart ruft Hundebesitzer dazu auf, ihre Tiere in der Brut- und Setzzeit unter Kontrolle zu halten. Von März bis Mai sind Wildtiere besonders gefährdet – freilaufende Hunde können erhebliche Störungen verursachen. Die örtlichen Vorschriften sollen den Artenschutz gewährleisten, ohne verantwortungsvollen Hundeauslauf in ausgewiesenen Bereichen einzuschränken.

Die Brut- und Setzzeit erstreckt sich von März bis Mai, eine entscheidende Phase für viele Tierarten. Besonders bodennistende Vögel und Jungtiere sind bedroht, wenn Hunde unangeleint umherstreifen. Schon der Geruch oder die Anwesenheit eines Hundes kann bei Wildtieren Stress auslösen, sodass sie fliehen und ihre Nester verlassen.

Laut kommunaler Verordnung müssen Hunde in Wäldern und offenen Landschaften in dieser Zeit angeleint werden. Innerorts gilt generell Leinenpflicht, während auf gekennzeichneten Wald- und Feldwegen Hunde frei laufen dürfen – allerdings nur unter ständiger Kontrolle des Halters. Abseits der Wege, in bewaldeten Gebieten, Ackerflächen oder auf Weiden ist das Anleinen zwingend vorgeschrieben. Die Stadt warnt: Wer mit unangeleintem Hund die Wege verlässt, riskiert schwere Beunruhigungen der Tierwelt.

Zusätzliche Einschränkungen bringt das Landeshundegesetz Nordrhein-Westfalens mit sich. Als gefährlich eingestufte Hunde und bestimmte Rassen müssen in der Öffentlichkeit generell angeleint und maulkorbpflichtig sein. Stadtförster Frank Wadenpohl betont, dass der natürliche Jagdtrieb von Hunden Wildtiere – vor allem während der Jungenaufzucht – in Panik versetzen kann. Verstöße gegen die Leinenpflicht können mit Bußgeldern geahndet werden, auch wenn konkrete Strafen für die Brutzeit derzeit nicht detailliert sind.

Die Regelungen sollen die Interessen von Hundebesitzern und den Artenschutz in Einklang bringen. Durch das Anleinen in sensiblen Bereichen hofft die Stadt, Störungen in dieser kritischen Phase für die Tierwelt zu minimieren. Halter werden aufgefordert, die Vorgaben einzuhalten, um lokale Ökosysteme nicht zu gefährden.

Quelle