Syrischer Übergangspräsident diskutiert in Berlin über Rückkehr von Flüchtlingen
Lotta SchulteSyrischer Übergangspräsident diskutiert in Berlin über Rückkehr von Flüchtlingen
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa besucht in dieser Woche Berlin, um mit deutschen Regierungsvertretern zu sprechen. Ein zentrales Thema wird die mögliche Rückkehr syrischer Flüchtlinge sein, die derzeit in Deutschland leben. Die Gespräche finden statt, während einige Politiker argumentieren, dass sich die Bedingungen in Teilen Syriens so weit verbessert hätten, dass eine Rückkehr für manche Flüchtlinge in Frage komme.
Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU, fordert einen strukturierten Ansatz für die Rückführung. Er betonte, dass jede Rückkehr freiwillig und nur unter sicheren Bedingungen in Syrien erfolgen dürfe. Während seines Besuchs wird al-Scharaa mit Bundeskanzler Friedrich Merz über die Rückkehr von Flüchtlingen beraten. Hardt ist der Ansicht, dass Deutschland die Rückführung von Syrern unterstützen sollte, die hier keine Integrationsperspektiven hätten. Er argumentierte, dass für viele die Asylgründe nicht mehr bestünden, da sich große Teile Syriens stabilisiert hätten.
Hardt schlug vor, dass finanzielle Hilfen für Rückkehrer direkt an die Betroffenen gehen sollten und nicht an die syrische Regierung. Dies würde es ihnen ermöglichen, ihr Leben eigenständig wieder aufzubauen. Zudem bestand er darauf, dass die politische Zukunft Syriens alle ethnischen und religiösen Gruppen einbeziehen müsse, da es keine klare Mehrheit gebe.
Gleichzeitig räumte Hardt ein, dass syrische Flüchtlinge, die in Deutschland Arbeitskräftemangel ausgleichen, bleiben dürfen sollten. Er forderte al-Scharaa außerdem auf, durch friedliche Beziehungen zu den Nachbarländern für regionale Stabilität zu sorgen. Die Gespräche in Berlin werden sich darauf konzentrieren, die Rückkehr von Flüchtlingen mit der langfristigen Stabilität Syriens in Einklang zu bringen. Jede Rückführung hinge von Sicherheitsgarantien und der freiwilligen Teilnahme ab. Die deutsche Regierung wird voraussichtlich im Rahmen der Verhandlungen auf inklusive Wiederaufbaumaßnahmen in Syrien drängen.






