10 March 2026, 02:03

Tarifstreit bei der Hamburger Hochbahn: Verhandlungen mit Verdi gescheitert

Eine Schwarz-Weiß-Karte von Hamburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und Texten, die Informationen über die Einwohnerzahl, die Bevölkerungsdichte und den Standort der Stadt enthalten.

Noch keine Einigung im Lohnstreit bei HVV - Tarifstreit bei der Hamburger Hochbahn: Verhandlungen mit Verdi gescheitert

Die Verhandlungen zwischen der Hamburger Hochbahn und der Gewerkschaft Verdi sind ohne Einigung gescheitert. Streitpunkte sind die Höhe der Lohnerhöhungen und die Laufzeit eines neuen Tarifvertrags. In den zentralen Fragen liegen beide Seiten weiterhin weit auseinander.

Auch in der jüngsten Verhandlungsrunde konnten die Differenzen bei den Löhnen und Vertragsbedingungen nicht beigelegt werden. Zwar wurden keine weiteren Streiks angekündigt, doch die Spannungen bleiben bestehen.

Die Hamburger Hochbahn bot eine gestaffelte Lohnerhöhung von bis zu 8,1 Prozent über einen Zeitraum von 30 Monaten an. Verdi forderte hingegen eine Erhöhung von 3,4 Prozent oder mindestens 150 Euro mehr im Monat – allerdings nur für eine Laufzeit von zwölf Monaten. Das Unternehmen argumentierte, ein längerer Tarifvertrag würde künftige Arbeitskonflikte vermeiden, während die Gewerkschaft eine Verlängerung der Vertragslaufzeit ablehnte.

Ein weiterer zentraler Streitpunkt sind die Arbeitszeiten. Verdi warf der Hochbahn vor, bereits vereinbarte Arbeitszeitverkürzungen lediglich neu zu verpacken, statt echte Zugeständnisse zu machen. In den vergangenen fünf Jahren lagen die durchschnittlichen jährlichen Lohnerhöhungen bei der Hamburger Hochbahn (4,2 Prozent) in etwa auf dem Niveau der Berliner BVG (4,5 Prozent), aber unter denen der Münchner MVG (4,7 Prozent) und über denen der Kölner KVB (3,9 Prozent).

Die Verhandlungen werden am 23. März fortgesetzt. Bisher gibt es von keiner Seite Anzeichen für Kompromissbereitschaft in den Kernfragen.

Mit dem Scheitern der Gespräche stecken Hamburger Hochbahn und Verdi in einer Sackgasse. Weitere Gesprächstermine sind zwar anberaumt, doch bei Löhnen und Vertragslaufzeit gab es keine Fortschritte. Ohne Durchbruch bleibt das Risiko von Arbeitskämpfen bestehen.

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