07 March 2026, 12:03

Thüringen bestätigt siebtes Wolfsrevier – während der Bundestag Abschussregeln lockert

Eine Liniengrafik, die das Wachstum der Wolfsbevölkerung in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datenkontext bereitstellt.

Neues Wolfsgebiet in Thüringen bestätigt - Thüringen bestätigt siebtes Wolfsrevier – während der Bundestag Abschussregeln lockert

Der Bundestag hat neue Regelungen verabschiedet, die die Bejagung von Wölfen in Gebieten erleichtern sollen, in denen sie Nutztiere bedrohen. Die Änderungen zielen darauf ab, den Bundesländern mehr Spielraum bei der Bewirtschaftung der Wolfspopulationen zu geben. Unterdessen hat Thüringen sein siebtes Wolfsrevier in der Nähe des Großen Kalmbergs bestätigt – eine Entwicklung, die die lokale Debatte über den Umgang mit Wildtieren befeuert.

Seit Monaten häufen sich Berichte über Wölfe am Großen Kalmberg an der Grenze zwischen dem Ilm-Kreis und Saalfeld-Rudolstadt. Wildkameras und genetische Proben haben nun bestätigt, dass sich dort zwei Wölfe niedergelassen haben. Damit existiert in Thüringen offiziell das siebte Wolfsgebiet; die Gesamtzahl der im Bundesland ansässigen Wölfe beläuft sich nun auf etwa 30 Tiere.

Die Entscheidung des Bundestags, die Abschussregeln zu lockern, folgt auf wachsende Besorgnis unter Landwirten wegen Angriffe auf Nutztiere. Sollte der Bundesrat das Vorhaben am 27. März billigen, werden Bundesländer wie Thüringen ihre Jagdgesetze anpassen. Die Landesbehörden haben bereits angekündigt, die Vorschriften zu überarbeiten und eine spezielle Wolfsmanagement-Strategie zu entwickeln.

Bisher gab es in diesem Teil Thüringens keine bestätigten Wolfsreviere. Die Region um den Großen Kalmberg ist nun das neueste Gebiet, in dem sich die wachsende Wolfspopulation des Bundeslandes ausbreitet.

Die neuen Abschussregeln treten in Kraft, sobald der Bundesrat später in diesem Monat abstimmt. Thüringens aktualisierte Jagdpolitik wird dann festlegen, wie mit Wölfen in Gebieten wie dem Großen Kalmberg umgegangen wird. Sowohl Landwirte als auch Naturschützer verfolgen die Entwicklungen gespannt, während das Bundesland seine Strategie umsetzt.

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