Thüringen kürzt Nahverkehrsförderung 2025 um 30 Millionen Euro drastisch
Lara WagnerWeniger Geld für den thüringischen Nahverkehr im Jahr 2025 - Thüringen kürzt Nahverkehrsförderung 2025 um 30 Millionen Euro drastisch
Thüringens Förderung für den Nahverkehr bricht 2025 drastisch ein
Im Jahr 2025 sind die Mittel des Freistaats Thüringen für den öffentlichen Nahverkehr stark zurückgegangen. Das Land stellte nur noch 56,4 Millionen Euro bereit – ein Rückgang gegenüber den 86,7 Millionen Euro im Vorjahr. Behörden führen den Einbruch auf vorübergehende finanzielle Anpassungen im Zusammenhang mit dem Deutschlandticket und damit verbundenen Ausgleichsregelungen zurück.
Die 56,4 Millionen Euro für 2025 bedeuten einen deutlichen Rückgang gegenüber den 86,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2024. Sonderrechnungseffekte, darunter Änderungen bei den Schülerverkehrszuschüssen und Kompensationszahlungen, spielten dabei eine zentrale Rolle.
Von den Gesamtmitteln flossen 39 Millionen Euro an Landkreise und kreisfreie Städte zur Aufrechterhaltung des Nahverkehrs. Verkehrsunternehmen erhielten direkt 16,2 Millionen Euro, während die Regionalverkehrsverbünde 1,2 Millionen Euro zugewiesen bekamen. Eine detaillierte Aufschlüsselung, wie die 39 Millionen Euro auf die einzelnen Regionen verteilt wurden, liegt bisher nicht vor.
Ab 2026 soll sich die Finanzierung jedoch erholen: Die Prognosen sehen eine Rückkehr auf rund 83 Millionen Euro vor – fast auf dem Niveau vor 2025.
Der Haushaltskürzung 2025 liegen kurzfristige finanzielle Anpassungen zugrunde, kein langfristiger Trend. Da die Mittel 2026 voraussichtlich wieder steigen, könnte sich die Lage im Thüringer Nahverkehr stabilisieren. Die Auswirkungen des Deutschlandtickets auf den Schülerverkehr und die Ausgleichszahlungen bleiben dabei ein zentraler Faktor für die Schwankungen.