Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison
Lara WagnerBeeinflusst der Spritpreis den Besuch von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz Sorgen über steigende Spritpreise
Trotz Bedenken wegen der steigenden Kraftstoffkosten rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für eine lebhafte Saison. Mehrere bedeutende Standorte öffnen Ende März und Anfang April wieder ihre Tore und bieten Besuchern neue Attraktionen und Veranstaltungen.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden, das größte Thüringens, empfängt ab dem 28. März wieder Gäste auf seinem Hauptgelände. Ein neues Besucherzentrum entsteht derzeit und soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Um die Anreise zu erleichtern – die ohne Auto schwierig ist –, startet das Museum ab Ostern einen Wochenend-Busshuttle ab Erfurt.
In der Nähe öffnen die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt am 1. April mit Verbesserungen wieder ihre Pforten, darunter ein restauriertes Eingangstor und eine neue Hochleistungs-Kaffeemaschine. Im Sommer wartet ein buntes Programm: das Burgenland-Weinfest (12.–13. Juni), ein Open-Air-Kino (17. Juni–17. Juli) und die Rudolstädter Sommerkonzerte (20. Juni–20. September).
Die Funkenburg in Westgreußen öffnet wie gewohnt zu Ostern, trotz jüngster finanzieller Schwierigkeiten. Familien können am 5. April eine Oster-Eiersuche und am 6. April ein Ostercafé besuchen. Später im Jahr stehen eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit (16.–17. Mai) und das Funkenburg-Festival (15.–16. August) auf dem Programm.
Das Hennebergische Museum Kloster Veßra hat neue Ausstellungen eingerichtet und seine Stallungen für Bildungsprogramme umgenutzt. Musik wird in dieser Saison eine zentrale Rolle spielen. Zu den beliebten Rückkehrern zählen der Handwerkertag und das Museumsfest (12. April), der Schäfertag (1. August) sowie ein erweiterter Thüringer Käse-Markt (6. September).
Seit Ende Februar 2026 liegen die Spritpreise in Deutschland aufgrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten über zwei Euro pro Liter. Zwar gibt es keine konkreten Zahlen zu Besucherzahlen, doch die Museen in der Region befürchten, dass höhere Reisekosten die Besucherzahlen drücken könnten.
Dennoch haben die Museen ein volles Programm geplant – von Osteraktivitäten für Familien über Sommerfeste bis hin zu Bildungsangeboten. Mit neuen Einrichtungen und verbesserten Verkehrsanbindungen wollen sie trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen durch steigende Spritpreise Besucher anlocken.






