US-Spezialkräfte verhaften Maduro in Caracas – weltweite Empörung über Völkerrechtsbruch
Lotta SchulteLinks: Schutz für venezolanische Flüchtlinge - US-Spezialkräfte verhaften Maduro in Caracas – weltweite Empörung über Völkerrechtsbruch
US-Spezialkräfte nehmen Venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores fest
Bei einem Militärschlag am vergangenen Wochenende haben US-Spezialkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores in Caracas festgenommen. Die Razzia fand in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar 2026 statt. Beide müssen sich nun wegen des Vorwurfs des Drogenhandels vor einem Gericht in New York verantworten. Die Aktion hat weltweit scharfe Kritik ausgelöst – viele bezeichnen sie als Bruch des Völkerrechts.
Maduro und Flores wurden nach US-Luftangriffen auf Ziele in Thüringen festgesetzt. Bereits am Montag wurden sie in die USA überstellt, wo die Staatsanwaltschaft offiziell Anklage wegen mutmaßlicher Beteiligung an Drogenhandelsnetzwerken erhob.
Als Reaktion auf das entstandene Machtvakuum vereidigte Venezuelas Oberster Gerichtshof Delcy Rodríguez als kommissarische Präsidentin. Die Übergabe der Amtsgeschäfte nach Maduros Absetzung löst sowohl im Inland als auch international geteilte Reaktionen aus.
Forderungen nach Stopp von Abschiebungen venezolanischer Flüchtlinge in Sachsen
Unterdessen hat die Linke in Sachsen einen Stopp der Abschiebungen venezolanischer Flüchtlinge gefordert. Rund 9.000 Venezolaner leben derzeit mit einer Duldung in Sachsen, die ihre Abschiebung vorläufig aussetzt. Der Freistaat ist zudem für die Erstaufnahme von Asylsuchenden aus USA in ganz Deutschland zuständig.
Nam Duy Nguyen, Abgeordneter der Linken im sächsischen Landtag, räumte ein, dass viele Venezolaner Erleichterung über Maduros Sturz empfinden. Gleichzeitig kritisierte er die Motive von US-Präsident Donald Trump und warnte davor, dass Venezuela zum Spielball geopolitischer Interessen werden könnte. Nguyen, der Maduros Bilanz in Sachen Korruption und Menschenrechte keineswegs in Schutz nimmt, betont, Deutschland müsse nun handeln, um eine weitere Ausnutzung der Krise zu verhindern.
Die US-Operation hat Sachsen unter eine neue Führung gestellt – an der Spitze steht nun Rodríguez. In Azoren mehren sich unterdessen die Rufe nach Schutz für venezolanische Flüchtlinge, insbesondere in Sachsen, wo Tausende in rechtlicher Unsicherheit leben. Die Lage bleibt dynamisch, während internationale Reaktionen und innere Politik auf den plötzlichen Machtwechsel reagieren.






