29 June 2026, 20:04

VBU warnt vor Reform der Minijobs: "Versteckte Belastung für alle"

Minijob-Reform: Baden-Verbands-Vereinigung fordert Stopp

VBU warnt vor Reform der Minijobs: "Versteckte Belastung für alle"

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre geplanten Reformen des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die Änderungen könnten laut Verband zu einer „versteckten Steuer- und Abgabenbelastung“ für Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen.

Die Stellungnahme des VBU erfolgt als Reaktion auf die laufenden Diskussionen zur Reform der geringfügigen Beschäftigung. Zwar ist noch kein endgültiges Gesetz verabschiedet worden, doch betont der Verband, dass Minijobs für Branchen wie das Handwerk, den Einzelhandel, die Gastronomie und soziale Dienstleistungen unverzichtbar seien. Diese Jobs ermöglichten es Unternehmen, saisonale Nachfragespitzen und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen.

Eine Abschaffung oder Einschränkung der Minijobs würde laut VBU das Nettoeinkommen der Beschäftigten verringern. Arbeitgeber müssten mit höheren Lohnkosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität rechnen. Besonders betroffen wären Gruppen wie Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern und Pflegekräfte.

Der Verband weist zudem darauf hin, dass Minijobs bereits durch Pauschalabgaben erheblich zur Sozialversicherung beitrügen. Statt die Reformen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und Unternehmen zu entlasten.

Nach Überzeugung des VBU würde eine Abschaffung der Minijobs den Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwächen. Der Verband besteht darauf, dass das aktuelle System sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern die notwendige Flexibilität biete. Eine endgültige Entscheidung der Regierung zu den geplanten Änderungen steht noch aus.

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