26 April 2026, 16:03

Verbraucherpolitik der Regierung: Gelobt, kritisiert und noch viel unvollendet

Offenes Buch mit dem Titel "Europas Warnsignal oder gute Nachricht für Großbritannien" auf einem Tisch ausgebreitet.

Verbraucherpolitik der Regierung: Gelobt, kritisiert und noch viel unvollendet

Eine aktuelle Bewertung der Verbraucherpolitik der Bundesregierung zeigt ein gemischtes Bild. Von 23 geplanten Vorhaben wurden bisher nur 14 umgesetzt oder abgeschlossen – einige davon wurden gelobt, andere harte Kritik geerntet. Besonders im Fokus stehen die Rentenreform und die Fluggastrechte, während andere Maßnahmen hinter den Erwartungen zurückblieben.

Der Verband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat die Fortschritte der Koalition im Verbraucherschutz analysiert. Demnach wurden sechs Initiativen als "stark", sechs als "mittelmäßig" und zwei als "schwach" eingestuft. Als Erfolg gilt etwa die Reform der privaten Altersvorsorge, die als "Meilenstein" bezeichnet wurde. Lob erhielt auch Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig für ihre klare Haltung gegen eine Überarbeitung der EU-Fluggastrechte – diese wurde als "stark" bewertet.

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Doch es gibt auch deutliche Kritik: Die Verlängerung des Deutschlandtickets wurde wegen der Preiserhöhung nur als "mittelmäßig" eingestuft. Die Bemühungen zur Vereinfachung der Datenschutzregeln schnitten ebenfalls "schwach" ab. Ebenfalls als "schwach" bewertet der VZBV die Maßnahmen zur Senkung der Strompreise für Haushalte.

Die Kritik geht über die Bewertungen hinaus. Ramona Pop, Vorstandsmitglied des VZBV, forderte ein Gespräch mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Mehrere Verbände werfen Reiche vor, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen zu ignorieren. Zudem zeigt der Bericht, dass neun der 23 geplanten Vorhaben von der Koalition noch gar nicht angegangen wurden.

Fazit: Die Verbraucherpolitik der Regierung präsentiert sich zwiespältig. Während Reformen wie die Rentenanpassungen und die Fluggastrechte positiv aufgenommen wurden, hinken andere Bereiche – etwa Datenschutz und Strompreise – hinterher. Da fast die Hälfte der geplanten Maßnahmen noch aussteht, wächst der Druck auf die Regierung, schneller und effektiver zu handeln.

Quelle