05 June 2026, 09:46

Verlassene DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro an riskanten Käufer versteigert

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Verlassene DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro an riskanten Käufer versteigert

Verlassene künstliche Insel vor Vilm für 60.000 Euro versteigert

Vor der Küste Vilms wurde die verlassene künstliche Insel Ostervilm für 60.000 Euro unter den Hammer gebracht. Die verfallene Anlage mit militärischer Vergangenheit bietet ihrem neuen Besitzer kaum praktischen Nutzen. Die Versteigerung fand am 4. Juni 2023 statt – trotz Warnungen vor den begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ostervilm liegt in der Greifswalder Bodden-Lagune, nur einen Steinwurf vom geschützten Eiland Vilm entfernt. Die Konstruktion ruht auf 600 Holzpfählen und besteht aus einem Betonrahmen, der mit Eisenplatten und Holz verkleidet ist. Ursprünglich diente sie als Entmagnetisierungsstation für Kriegsschiffe der Volksmarine der DDR. Nach dem Fall der DDR verfiel die Anlage zusehends.

Das Objekt wurde mit einem Mindestgebot von 39.000 Euro angeboten, doch sein Zustand und rechtliche Auflagen machten den Kauf zu einem riskanten Unterfangen. Als „Außenbereich“ klassifiziert, fehlen Zufahrt und Infrastruktur – eine legale Nutzung ist damit ausgeschlossen. Selbst bei Sanierungsversuchen wäre eine Baugenehmigung unwahrscheinlich, da für eine solche exponierte Lage kaum ein Bebauungsplan in Frage kommt.

Die benachbarte Insel Vilm, einst Erholungsort für die politische Elite der DDR, fungiert heute als Naturschutzgebiet. Ostervilm hingegen bleibt ein Relikt des Kalten Krieges – unbewohnbar und ohne klare Zukunftsperspektive.

Der Käufer besitzt nun ein bröckelndes Stück Geschichte mit wenig praktischem Wert. Ohne rechtlichen Zugang oder Baugenehmigungen bleibt Ostervilm eine Kuriosität, nicht jedoch ein nutzbares Grundstück. Der Verkauf unterstreicht die Herausforderungen, die mit der Umnutzung verlassener Militärstandorte in sensiblen Küstenregionen verbunden sind.

Quelle