04 March 2026, 15:43

VMS übernimmt ab 2026 Schlüsselstrecken für das Chemnitzer FC-Modell

Eine detaillierte Stadtkarte mit einer roten Linie, die eine vorgeschlagene Bahnroute anzeigt, die Haltestellen, die umliegenden Gebiete und Text mit zusätzlichen Routeninformationen zeigt.

VMS übernimmt ab 2026 Schlüsselstrecken für das Chemnitzer FC-Modell

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) übernimmt eine größere Rolle bei der Verwaltung der Schieneninfrastruktur in der Region. Ab dem 1. Januar 2026 fallen mehrere wichtige Strecken in seinen Verantwortungsbereich – ein bedeutender Schritt für den regionalen Schienenverkehr. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Bestrebungen, das Chemnitzer FC-Modell auszubauen und den ÖPNV in der Region zu verbessern.

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Mit Beginn des Jahres 2026 gingen Strecken wie Stollberg–Chemnitz, Chemnitz Süd–Altchemnitz und Stollberg–St. Egidien in die Verwaltung des VMS über. Bereits zuvor hatte der Verbund die Verantwortung für das Bahnbetriebswerk am Chemnitzer Hauptbahnhof, das Netz in Limbach-Oberfrohna sowie die Strecke Stollberg–Niederwürschnitz übernommen. Der tägliche Betrieb des gesamten Netzes bleibt jedoch in den Händen von Regio Infra Service Sachsen (RIS), das weiterhin im Auftrag des VMS agiert.

Die Übertragung wurde durch Vereinbarungen zwischen DB InfraGO, RIS, der Chemnitzer Stadtbahn (CBC) und dem VMS ermöglicht. Wie VMS-Geschäftsführer Mathias Korda betont, sei die Ausweitung der Aufgaben des Verbands als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) von zentraler Bedeutung. Dieser Schritt stärke die regionale Steuerung des modernen Schienenverkehrs und sichere die Finanzierung des Chemnitzer FC-Modells.

Für den 1. Januar 2027 ist zudem die Übernahme der Strecke Hainichen–Niederwiesa durch den VMS geplant. Die schrittweise Übertragung der Strecken spiegelt eine übergeordnete Strategie wider, mit der die lokale Schieneninfrastruktur gestärkt und die Zuverlässigkeit des Angebots erhöht werden soll.

Die erweiterte Rolle des VMS bringt mehr Strecken unter regionale Kontrolle und unterstützt die langfristigen Ziele des Chemnitzer FC-Modells. Während RIS weiterhin für den operativen Betrieb zuständig bleibt, liegt der Fokus auf der Steigerung von Effizienz und Verantwortlichkeit im Schienennetz Mittelsachsens. Weitere Übertragungen, darunter die Strecke Hainichen–Niederwiesa, sind für das kommende Jahr vorgesehen.