Warendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten
Lara WagnerWarendorf beharrt auf umstrittenen Straßennamen trotz Bürgerprotesten
Stadt Warendorf behält umstrittene Straßennamen bei
Der Stadtrat von Warendorf hat beschlossen, drei umstrittene Straßennamen unverändert zu lassen – trotz der Empfehlung eines Bürgergremiums, sie umzubenennen. Zudem stimmten die Ratsmitglieder dafür, eine Tafel mit einem umstrittenen Zitat am Rathaus zu belassen.
Betroffen sind die Straßen Wagenfeldstraße, Agnes-Miegel-Weg und Heinrich-Tenhumberg-Straße, die ihren bisherigen Namen behalten. Ein Vorschlag, als Kompromiss ein Zitat des ortsansässigen Autors Paul Schallück anzubringen, wurde abgelehnt. Die Ratsmehrheit begründete dies mit den geschätzten Kosten von 5.700 Euro für die Austausch der Straßenschilder, die als zu hoch eingestuft wurden.
Noch im vergangenen Sommer hatte derselbe Rat beschlossen, eine Tafel mit einem Zitat von Agnes Miegel am Rathaus zu entfernen. Diesmal jedoch bleibt die Gedenktafel erhalten. Ratsmitglied André Wenning erklärte, dass die Meinung der Anwohner für die Entscheidung maßgeblich gewesen sei.
Reinhold Schoppmann, Vertreter des Bürgerbündnisses, kritisierte das Ergebnis scharf. Der Rat habe die Empfehlungen des Gremiums ohne ausreichende Begründung ignoriert, so Schoppmann.
Mit dem Beschluss bleiben sowohl die Straßennamen als auch die Agnes-Miegel-Tafel unverändert. Als Hauptgründe nannte der Rat Haushaltszwänge und die Präferenzen der Bevölkerung. Die Kosten für neue Schilder wären auf 5.700 Euro beziffert worden.






