25 February 2026, 14:02

Warnstreiks legen sächsischen Nahverkehr am Wochenende komplett lahm

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude in Berlin und hält Schilder, mit Barrikaden, Fahrrädern, Laternenmasten, Schildern, Bäumen und Gras auf dem Boden, unter einem sichtbaren Himmel.

Warnstreiks legen sächsischen Nahverkehr am Wochenende komplett lahm

Öffentlicher Nahverkehr in Sachsen steht am Wochenende vor massiven Einschränkungen durch ganztägige Warnstreiks

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Der öffentliche Verkehr in ganz Sachsen wird an diesem Wochenende durch ganztägige Warnstreiks stark beeinträchtigt. Die Gewerkschaft ver.di hat zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern gescheitert sind. Busse, Straßenbahnen und Züge in mehreren Städten fallen von frühmorgens am Freitag bis Sonntagfrüh aus.

Die Streiks beginnen am Freitag, den 27. Februar, um 3:00 Uhr und dauern bis Sonntag, den 1. März, um 5:59 Uhr an. In Leipzig werden die Dienste der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), der LeoBus GmbH und der Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe GmbH sowohl am Freitag als auch am Samstag komplett eingestellt. Auch in Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen kommt der Verkehr am Freitag zum Erliegen.

Die Verhandlungen waren gescheitert, nachdem die Arbeitgeber sich weigerten, über zentrale Forderungen zu verhandeln – darunter die Verkürzung der Arbeitszeit. Stattdessen hielten sie an Plänen fest, Urlaubsansprüche zu kürzen und Krankengeldleistungen zu reduzieren. Garantien für Arbeitsplatzsicherheit oder dauerhafte Lohnerhöhungen wurden nicht angeboten. Zwar hatten frühere Warnstreiks in Sachsen die Arbeitgeber dazu bewegt, einige Gegenvorschläge zurückzuziehen, doch in den Kernfragen blieben sie unnachgiebig.

Weitere Verhandlungsrunden sind für den 2. März in Thüringen, den 9. März in Sachsen und den 17. März in Sachsen-Anhalt angesetzt. Ver.di betonte, man sei weiterhin kompromissbereit und werde jedes akzeptable Angebot den Beschäftigten zur Abstimmung vorlegen. Sollte keine Einigung erzielt werden, plant die Gewerkschaft, die Belegschaft über eine Ausweitung der Streiks zu befragen – möglicherweise mit gezielten Aktionen während der Leipziger Buchmesse.

Die Streiks werden das Reiseverhalten Zehntausender Fahrgäste am Wochenende durcheinanderbringen. Da keine Lösung in Sicht ist, könnten bei einem Scheitern der Gespräche weitere Arbeitskämpfe folgen. Die nächste Verhandlungsrunde wird zeigen, ob der Verkehr wieder normal läuft oder ob es zu längerfristigen Einschränkungen kommt.