09 May 2026, 04:03

Warum Berlins Rolltreppen-Etikette täglich für Ärger sorgt

Eine Treppe in einer U-Bahn-Station mit Geländern auf beiden Seiten, die zu einem Schild führt, das 'Reise, wenn du wagst.' lautet.

Warum Berlins Rolltreppen-Etikette täglich für Ärger sorgt

Berlins hektischer Lebensstil behandelt Zeit wie eine inoffizielle Währung. Doch eine kleine Gewohnheit bremst die Menschen immer wieder aus – die Rolltreppen-Etikette. Ein lang etabliertes Gebot der Stadt besagt: Rechts stehen, links gehen. Doch nicht alle halten sich daran.

Das Problem entsteht vor allem, wenn Pendler die linke Seite der Rolltreppen blockieren. Diese sogenannten Linkssteher bleiben einfach stehen und zwingen andere, sich um sie herumzuschlängeln. Manche checken dabei sogar noch ihr Handy – und verzögern so diejenigen, die es eilig haben.

Die ungeschriebene Regel hat einen guten Grund: Effizienz. In einer Stadt, in der jede Sekunde zählt, sorgt eine freigehaltene linke Spur für zügigeren Verkehr. Doch trotz ihrer Einfachheit bringt die Praxis viele Berliner täglich zur Weißglut.

David Grunwald, Autor beim Schlager Radio (106,0 FM), zeigt auf, wie dieses scheinbar kleine Verhalten den Rhythmus der Stadt durcheinanderbringt. Der Rolltreppen-Knigge bleibt ein stiller Machtkampf im Berliner Alltagsstress. Solange sich nicht mehr Menschen daran halten, werden die Verzögerungen wohl weitergehen.

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