Zoos und Wildparks kämpfen mit Energiekosten – doch sie setzen auf Ökostrom statt auf Tierabgaben
Lara WagnerZoos und Wildparks kämpfen mit Energiekosten – doch sie setzen auf Ökostrom statt auf Tierabgaben
Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks in der gesamten Region schwer zu. Während einige Einrichtungen Tiere abgegeben haben, um Kosten zu sparen, betonen der Zoo Braunschweig und der Wildpark Essehof, dass sie diesen Weg nicht gehen werden. Stattdessen setzen sie auf erneuerbare Energien, um die Ausgaben zu senken und den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Der Zoo Braunschweig betreibt bereits eine 80-kW-Photovoltaikanlage, die Strom ins Netz einspeist. An sonnigen Tagen deckt diese Anlage 80 bis 90 Prozent des Strombedarfs des Zoos. Nun wird die Solarkapazität um weitere 12 kW erweitert, und es ist geplant, ein 10-kW-Batteriespeichersystem hinzuzufügen, um überschüssige Energie zu speichern.
Auch bei der Beheizung setzt der Zoo auf Vielfalt: Ein Blockheizkraftwerk, ein Holzvergaser und ein Pelletkessel ergänzen die herkömmlichen Systeme. Diese Maßnahmen helfen, die Abhängigkeit von teuren fossilen Brennstoffen zu verringern.
Der benachbarte Wildpark Essehof nutzt eine Biomasseheizung und hält seine Energiekosten damit vergleichsweise niedrig. Hier machen Strom- und Heizkosten nur 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben aus. Das Artenschutzzentrum Grasleben hat ebenfalls eigene Photovoltaikmodule installiert, um die Kosten – insbesondere für wärmeliebende Tierarten – zu senken.
Trotz der finanziellen Belastung planen weder der Zoo Braunschweig noch der Wildpark Essehof, ihre Tierbestände zu verkleinern oder Tiere abzugeben. Im Wildpark Stoeckheim spielen die Energiekosten mit etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben eine untergeordnete Rolle.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft Zoos und Wildparks, die höheren Rechnungen zu bewältigen. Während der Zoo Braunschweig mit dem Ausbau der Solarenergie und Speicherlösungen die Kosten weiter drücken will, hält der Wildpark Essehof mit seinem Biomasse-System die Ausgaben im Griff. Vorerst setzen diese Einrichtungen lieber auf nachhaltige Lösungen als auf eine Reduzierung ihrer Tierbestände.






