Wasserstoff-Modul aus Chemnitz verlängert Reichweite von Elektroautos auf über 300 Kilometer
Lara WagnerWasserstoff-Modul aus Chemnitz verlängert Reichweite von Elektroautos auf über 300 Kilometer
Neues Wasserstoff-Brennstoffzellen-Reichweitenverlängerungsmodul für Elektroautos in Chemnitz vorgestellt
In Chemnitz wurde ein neuartiges wasserstoffbetriebenes Reichweitenverlängerungsmodul für Elektroautos präsentiert. Der vom Institut für Maschinen- und Anlagentechnik Chemnitz (ICM) entwickelte Demonstrator soll die Einsatzflexibilität erhöhen und Stillstandszeiten in Fahrzeugflotten verringern. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms gefördert.
Das System kombiniert eine PEM-Brennstoffzelle mit einer Leistung von 5–10 kW, die im Unterboden verbaut ist. Hochdruck-Compositetanks für 5–10 Kilogramm Wasserstoff bei 350 bar sind hinten platziert, um eine ausgewogene Gewichtsverteilung zu gewährleisten. Die elektrischen Antriebsmotoren mit 50–100 kW sind direkt mit den Achsen gekoppelt, während Leistungselektronik und DC/DC-Wandler im Batteriefach untergebracht sind. Diese Konfiguration ermöglicht ein effizientes Energiemanagement und verlängert die Reichweite des Elektroautos auf über 300 Kilometer.
Die zugehörige Wasserstofftankstelle inklusive Betankungsprozess wurde vom TÜV zertifiziert. In der Inbetriebnahmephase wurden alle Funktionen unter realen Bedingungen optimiert, darunter Einsatzprofile, Fahrtrouten und Kommunikationsprotokolle.
Im nächsten Schritt steht die intralogistische Erprobung an, um Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und nahtlose Integration in bestehende Logistikabläufe zu prüfen. Zu den wichtigsten Projektpartnern zählen Yaskawa Europe GmbH, das Technologiezentrum für Produktions- und Logistiksysteme der Hochschule Landshut sowie das Projektträger Jülich (PtJ).
Die Tests sollen die Eignung von Wasserstoff als Reichweitenverlängerer für elektrische Bodenfahrzeuge belegen. Bei Erfolg könnte die Technologie Flottenbetreibern längere Einsatzzeiten mit weniger Unterbrechungen ermöglichen. Das Vorhaben ist Teil der Energiewende-Initiativen der Bundesregierung.
EU fördert grünen Wasserstoff-Hub, um Chemnitz' Elektrofahrzeug-Innovationen anzutreiben
Chemnitz' Wasserstoff-Infrastruktur hat durch 1,6 Millionen Euro EU-Förderung einen großen Schub erhalten. Dies unterstützt:
- Ein 240 kW Elektrolyseur für die grüne Wasserstoffproduktion im Hydrogen Innovation Center.
- 330 kg Wasserstoffspeicherkapazität, um Forschungs- und Industrieprojekte zu betanken.
- Umstellung der Gasinfrastruktur auf Wasserstoff, um eine zuverlässige Versorgung für die Tests des ICM-Reichweitenverlängerungsmoduls sicherzustellen.






