13 April 2026, 18:03

Wehrpflicht kehrt zurück: Was junge Männer ab 2008 jetzt erwartet

Gruppe von Männern in Militäruniformen, die eine Straße entlangmarschieren, einer hält einen Stock in der Hand, mit Text 'Zusätzliche Miliz, Antreten für zwanzig Tage Vergnügen' unten.

Wehrpflicht kehrt zurück: Was junge Männer ab 2008 jetzt erwartet

Deutschland führt die Wehrpflicht für junge Männer ab Jahrgang 2008 wieder ein. Das neue System beginnt mit einem Online-Fragebogen, der an 18-Jährige verschickt wird, um ihre körperliche Eignung und Motivation zu bewerten. Zwar bleibt der Dienst freiwillig, doch die Regierung kann die Wehrpflicht durchsetzen, falls die Rekrutierungsziele nicht erreicht werden.

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Die erste Gruppe, die von der Neuregelung betroffen ist, umfasst Männer wie Moritz Gericke und Nico Freudensprung, die in diesem Jahr volljährig geworden sind. Nach Erhalt des Fragebogens müssen sie Angaben zu ihrem Gesundheitszustand und ihrer Bereitschaft zum Wehrdienst machen. Anhand ihrer Antworten wird entschieden, ob sie zu persönlichen Eignungstests eingeladen werden.

Die Bundeswehr strebt an, ihre Truppe auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten auszubauen, unterstützt von 200.000 Reservisten. Doch viele junge Erwachsene zeigen wenig Interesse am Militärdienst – vor allem wegen des Fokus auf Kriegsvorbereitungen. Nico Freudensprung schlug vor, dass bessere Bezahlung den Dienst für seine Altersgenossen attraktiver machen könnte.

Selbst bei einer Auswahl für weitere Prüfungen bedeutet dies nicht automatisch die Einberufung. Erst wenn die freiwillige Rekrutierung hinter den Erwartungen zurückbleibt, wird die Regierung über eine verpflichtende Musterung nachdenken.

Die Wiederbelebung des Systems markiert einen Wandel in Deutschlands Verteidigungspolitik, die zunächst auf freiwillige Teilnahme setzt. Die Jahrgänge ab 2008 sind die ersten, die das neue Verfahren durchlaufen, das Rekrutierungsziele mit individueller Entscheidungsfreiheit in Einklang bringen soll. Ob der Plan gelingt, hängt davon ab, ob sich genug junge Erwachsene für den Dienst entscheiden.

Quelle