Wein und Wald: Wie die Ortenau ihre Landschaft neu entdeckt
Neue Ausstellung erkundet die engen Verbindungen zwischen Weinbau und Forstwirtschaft in der Ortenau
Am 29. März 2026 eröffnet im Ortenauhaus in Gutach, einem Teil des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof, eine neue Ausstellung, die sich den tief verwurzelten Bezügen zwischen Wein und Wald in der Region widmet. Unter dem Titel "WWW – Eine Welt zwischen Wein und Wald" erstreckt sich die Schau auf 100 Quadratmetern und zeichnet nach, wie sich die Landschaft zwischen der Rheinebene und dem Schwarzwald im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Im Mittelpunkt stehen der Weinbau und die Forstwirtschaft – zwei Traditionen, die den Alltag in der Ortenau über Jahrhunderte geprägt haben. In den vergangenen 200 Jahren hat sich die Rebfläche der Region mehr als halbiert: von etwa 2.500 Hektar im Jahr 1800 auf rund 1.300 Hektar heute. Dieser Rückgang spiegelt einen bundesweiten Trend wider, doch fiel er in der Ortenau stärker aus als etwa in Rheinhessen oder an der Mosel, wo städtisches Wachstum und die Konkurrenz durch den Obstbau eine Rolle spielten.
Herzstück der Ausstellung ist ein multimediales Landschaftsmodell, das mit Projektionen und Klang die Geschichte der Region lebendig werden lässt. Konzipiert für Familien, bietet die Schau Mitmachstationen und interaktive Elemente.
Zum Auftakt am Eröffnungstag können Besucher traditionelle Handwerkstechniken ausprobieren, etwa das Anfertigen von Vogelscheuchen für die Weinberge, und eine Kükenstation erkunden. Gleichzeitig startet am 29. März das Osterprogramm des Museums mit täglichen Kinderaktivitäten bis zum 12. April. Den Abschluss des Tages bildet ein Freiluftgottesdienst, der sich am Jahresmotto des Museums orientiert.
Die Ausstellung erweitert die Arbeit des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof zur Kulturlandschaft der Ortenau und verbindet Geschichte mit ländlichem Alltag. Durch multimediale Präsentationen, familienfreundliche Angebote und saisonale Veranstaltungen rückt sie die bleibende Verbindung zwischen Wäldern und Weinbergen der Region in den Fokus.






