Wie bayerischer Populismus die CSU stärkt – aber die AfD kaltlässt
Marie SchneiderStudie: CSU und Freie Wähler setzen auf regionalen Populismus - Wie bayerischer Populismus die CSU stärkt – aber die AfD kaltlässt
Eine neue Studie zeigt, wie regionaler Populismus das Wahlverhalten in Bayern prägt. Die Christlich-Soziale Union (CSU) und die Freien Wähler setzen in ihren Wahlkämpfen häufig auf bayerische Identität. Diese Strategie spricht vor allem Wähler mit regional-populistischen Tendenzen an, hat jedoch kaum Einfluss auf die Unterstützung der AfD.
Jan Philipp Thomeczek, Parteiforscher an der Universität Potsdam, hat öffentliche Kommunikation und Wählerhaltungen untersucht. Seine Ergebnisse belegen, dass CSU und Freie Wähler ihre „bayerische Heimat“ bewusst den Entscheidungen aus Berlin und Brüssel gegenüberstellen. Dieser Ansatz erinnert an Taktiken rechtsextremer Parteien in Italien und Katalonien.
Die Studie betont, dass bayerischer Ethnozentrismus eine zentrale Rolle in der Rhetorik beider Parteien spielt. Selbst auf der Website des bayerischen Agrarministeriums finden sich ähnliche populistische Botschaften. Wähler der Linken, der Sozialdemokraten (SPD) und der Grünen lehnen solche regional-populistischen Appelle dagegen tendenziell ab.
Trotz des starken Fokus der CSU und der Freien Wähler auf bayerische Identität lag das Ergebnis der AfD bei der letzten Bundestagswahl nahe am bundesweiten Durchschnitt. Dies deutet darauf hin, dass regionaler Populismus zwar CSU und Freie Wähler stärkt, die AfD dadurch aber nicht zwangsläufig geschwächt wird. Die AfD setzt stattdessen auf klassischen Populismus und inszeniert Politik als Kampf zwischen „dem Volk“ und „der Elite“.
Die Studie confirms that regional populism remains an effective tool for CSU and Free Voters in Bavaria. Voters who respond to these messages tend to support these parties. The AfD, however, keeps its voter base stable – a sign that different populist strategies can coexist.






