10 May 2026, 12:03

Wie eine Mutter ihren Sohn vor Gewalt und falschen Vorbildern schützt

Buchumschlag mit dem Titel "Zwölf Jahre Jungenzeit auf Film" mit einem Jungen in einem blauen Hemd mit ernstem Gesichtsausdruck auf einem hellblauen Hintergrund mit weißer Umrandung.

Wie eine Mutter ihren Sohn vor Gewalt und falschen Vorbildern schützt

Vor fünfzehn Jahren war die Autorin überglücklich, als sie erfuhr, dass sie einen Sohn erwartete. Sie freute sich darauf, ihn aufwachsen zu sehen, und hoffte, einen freundlichen, respektvollen Mann zu erziehen. Doch mit den Jahren wurde ihr klar: Gute Vorsätze allein reichen nicht aus, um ihn durch die Herausforderungen des Lebens zu begleiten.

Kürzlich kündigte eine Berliner Grundschule einen Workshop für Jungen an, der ihnen helfen sollte, schwierige Situationen zu meistern und Gewalt vorzubeugen. Ihr Sohn nahm teil – zusammen mit anderen Jungen, einige mit Migrationshintergrund, die in einer Welt, die sie schnell als aggressiv abstempelt, mit eigenen Kämpfen konfrontiert sind.

Die Autorin hat ihren Sohn größtenteils allein erzogen, entschlossen, ihm Anstand und Respekt gegenüber Frauen und Mädchen beizubringen. Ihre größte Angst ist, dass er ihnen eines Tages zur Gefahr werden könnte. Und doch glaubt sie an sein Potenzial, ein guter Mensch zu werden.

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Sein Weg war nicht einfach. Er hat laute Streitigkeiten zwischen seinen Eltern miterlebt und zu Hause in tiefer Traurigkeit gewalttätig reagiert. Draußen muss er sich in einem Umfeld behaupten, in dem er oft als aggressiver wahrgenommen wird als weiße Kinder.

Das Internet verschärft die Probleme. Algorithmen konfrontieren ihn mit gefährlichen Trends wie Rooftopping oder Zugsurfen und extremen Männlichkeitsidealen. Diese Einflüsse prägen seine Weltsicht auf Weise, die die Autorin nicht immer kontrollieren kann.

Der Workshop in seiner Schule bot eine Gelegenheit, einige dieser Themen anzugehen. Er brachte Jungen unterschiedlicher Herkunft zusammen und gab ihnen Werkzeuge an die Hand, um Konflikte und Emotionen zu bewältigen. Für die Autorin war es ein kleiner, aber bedeutender Schritt, ihrem Sohn den Weg zu ebnen.

Ihre Erfahrungen haben ihre Sicht auf Jungen und Männer verändert. Sie weiß: Einen Sohn zu erziehen, erfordert mehr als Hoffnung – es verlangt ständige Anstrengung und Achtsamkeit. Der Workshop war ein Versuch, ihn zu unterstützen, doch die Herausforderungen bleiben.

Ihre Geschichte, veröffentlicht unter einem Pseudonym, spiegelt die Kämpfe vieler Eltern wider, die ihre Kinder durch eine komplexe Welt begleiten. Das Ziel ist klar: Ihm zu helfen, ein Mensch zu werden, der andere respektiert und selbst vor Schaden bewahrt bleibt.

Quelle