Wild galoppierend: 20 Pferde legen Bautzener Verkehr für Stunden lahm

Lotta Schulte
Lotta Schulte
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Eine Herde von Pferden, die über ein Feld mit Erde gehen, das von einem Holzzaun umgeben ist, mit Bäumen, Häusern und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.Lotta Schulte

Fluchtpferde stören Bahnverbindung in Bautzen - Wild galoppierend: 20 Pferde legen Bautzener Verkehr für Stunden lahm

Fast 20 Pferde brachen am Donnerstag aus ihrem Gehege in der Nähe von Bautzen aus und sorgten in der gesamten Region für Chaos. Die Tiere verteilten sich in alle Richtungen, blockierten Straßen, Eisenbahnstrecken und innerstädtische Bereiche, bevor sie Stunden später wieder eingefangen werden konnten.

Der Ausbruch begann, als die Pferde aus ihrer Umzäunung in Göda flohen. Der Grund für ihre Flucht ist weiterhin unklar. Einmal in Freiheit, galoppierten sie über Autobahnen, Gleisanlagen und mitten durch das Bautzener Stadtzentrum.

Züge zwischen Dresden und Görlitz mussten für anderthalb Stunden gestoppt werden, da sich einige der Pferde in der Nähe der Schienen aufhielten. Zwei der Tiere erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen. Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein, um ihre Bewegungen zu verfolgen.

Nach etwa zwei Stunden wurden alle Pferde wieder zusammengetrieben. Einige waren bis nach Großpostwitz gelaufen, andere hatten sich in der Nähe der B156 zwischen Göda und Kleinseitschen versammelt. Insgesamt wurden 12 der 15 Tiere in der unmittelbaren Umgebung gefunden, insbesondere rund um die Koordinaten 51,25°N, 14,55°O.

Verkehr und Bahnverkehr mussten mit erheblichen Verspätungen rechnen, während die Behörden die Tiere sicherten und die Strecken wieder freigaben.

Die ausgebrochenen Pferde konnten schließlich eingefangen werden – nicht ohne zuvor für weitreichende Behinderungen gesorgt zu haben. Sobald die Lage als sicher eingestuft wurde, nahmen Bahn- und Straßenverkehr ihren Betrieb wieder auf. Die genaue Ursache für die Flucht wird noch untersucht.