YouTuber dringt auf Epsteins mysteriöse Privatinsel ein – mit Jetski und Drohne
Lotta SchulteYouTuber dringt auf Epsteins mysteriöse Privatinsel ein – mit Jetski und Drohne
Ein Video des US-amerikanischen YouTubers Tyler Oliveira ist wieder aufgetaucht, das seinen gewagten Versuch zeigt, im Jahr 2023 auf die Privatinsel von Jeffrey Epstein zu gelangen. Der unter dem Titel "Ich habe mich auf Jeffrey Epsteins Insel geschlichen…" veröffentlichte Film dokumentiert seine Reise mit dem Jetski und einer Drohne zur Insel Little St. James in den Amerikanischen Jungferninseln. Die Insel, die heute dem Milliardär Stephen Deckoff gehört, bleibt trotz geplanter Neuentwicklungen von Geheimnissen umwittert.
Oliveiras Expedition begann im April 2023, das Video wurde im Folgemonat hochgeladen. Er näherte sich der Insel mit dem Jetski und nutzte eine Drohne, um das Gelände aus der Luft zu erkunden. Die Aufnahmen zeigen einen rätselhaften, weiß gestrichenen Tempel, dessen Eingänge verschweißt sind und der von Bänken sowie einer Feuerstelle umgeben ist. Schilder wiesen darauf hin, dass es sich um Privatbesitz handelt, und warnten Eindringlinge, sich fernzuhalten.
Über bestimmten Zonen verlor die Drohne das Signal, was auf starke cybernetische und physische Sicherheitsvorkehrungen hindeutet. Unbeirrt betrat Oliveira die Insel und erreichte den Tempel, ohne sofort entdeckt zu werden. Er filmte das Äußere des Gebäudes im Detail, bevor die Sicherheitspersonal ihn schließlich bemerkt. Mit den Aufnahmen im Gepäck gelang ihm die Flucht, ohne dass das Material beschlagnahmt wurde.
Seit Epsteins Tod im Jahr 2019 gab es auf Little St. James keine offiziellen Veränderungen an der Infrastruktur oder den Sicherheitsmaßnahmen. Eine zivilrechtliche Einigung im Jahr 2022 regelte Entschädigungszahlungen für Opfer, und Deckoff erwarb die Insel 2023 für 60 Millionen Dollar mit dem Vorhaben, dort ein Luxusressort zu errichten. Doch bis 2026 haben noch keine Bauarbeiten begonnen.
Oliveiras Video gewährt einen seltenen Einblick in die streng bewachte Insel, die längst zum Symbol ungelöster Fragen geworden ist. Die Aufnahmen zählen zu den wenigen öffentlichen Dokumentationen des Ortes seit Epsteins Tod. Ohne dass bisher konkrete Entwicklungen in Sicht sind, bleiben die Zukunft der Insel – und ihre Vergangenheit – weiter im Fokus der Öffentlichkeit.