YouTuber Josh Strife Hayes lehnt Wynncraft ab – aus finanziellen Gründen
Lotta SchulteYouTuber Josh Strife Hayes lehnt Wynncraft ab – aus finanziellen Gründen
Josh Strife Hayes, YouTuber und Twitch-Streamer mit fast einer Million Abonnenten, lehnt es ab, Wynncraft zu behandeln – ein beliebtes MMO auf Minecraft-Basis. Seine Entscheidung begründet er mit der Sorge, damit ein jüngeres Publikum anzuziehen, was seiner Meinung nach seine Einnahmen schmälern könnte. Fans haben wiederholt eine Besprechung in seiner Serie "Das schlechteste MMO aller Zeiten?" gefordert, doch Hayes bleibt bei seiner Strategie, ältere und lukrativere Zuschauer anzusprechen.
Hayes hat sich mit Inhalten zu MMORPGs einen Namen gemacht – eine Nische, die ein älteres, kaufkräftigeres Publikum anspricht. Werbetreibende zahlen höhere Preise für Anzeigen, die dieser Zielgruppe gezeigt werden, da sie in der Regel über mehr verfügbares Einkommen verfügt. Die Minecraft-Community ist dagegen deutlich jünger und damit für Sponsoren weniger attraktiv.
Sein Vorgehen ist durchdacht: Die Algorithmen von YouTube und Twitch erfassen die demografischen Daten der Zuschauer und beeinflussen so, wie Creator beworben und monetarisiert werden. Indem Hayes sich auf MMORPGs wie World of Warcraft konzentriert, stellt er sicher, dass seine Inhalte die wertvollste Zielgruppe erreichen.
Kürzlich geriet er in die Kritik, nachdem er Kooperationen mit World of Warcraft und Pinterest eingegangen war. Einige warf ihm vor, er habe sich "verkauft". Hayes verteidigte die Deals mit dem Argument, dass die Zusammenarbeit mit Unternehmen für ihn vorzuziehen sei, als sich ausschließlich auf Spenden der Zuschauer zu verlassen. Ein Artikel von MeinMMO zitierte ihn sogar mit den Worten: "Ich nehme lieber Geld von Firmen als von euch."
Die Einnahmen auf YouTube hängen von Faktoren wie Videolänge und Zielgruppe ab. Hayes' Weigerung, Wynncraft zu thematisieren, spiegelt seine übergeordnete Strategie wider: Er setzt auf Inhalte, die seine Einnahmen maximieren – selbst auf Kosten von Fan-Wünschen.
Seine Entscheidung unterstreicht die wirtschaftlichen Realitäten der Content-Erstellung. Indem er Spiele mit jungem Publikum meidet, sichert er sich eine profitablere Zuschauerschaft. Gleichzeitig zeigt sein Standpunkt, wie Plattform-Algorithmen und die Präferenzen von Werbetreibenden beeinflussen, welche Inhalte Creator überhaupt präsentieren.






