Zwei Jungen entgehen knapp einer Katastrophe mit illegalem Feuerwerk aus Tschechien
Emma GüntherZwei Jungen entgehen knapp einer Katastrophe mit illegalem Feuerwerk aus Tschechien
Zwei Jungen im Alter von 11 und 12 Jahren wurden in Bischofswerda von einem Zug genommen, nachdem Bundespolizisten bei ihnen illegale Feuerwerkskörper entdeckt hatten. Bei den beschlagnahmten Pyrotechnik-Artikeln handelte es sich unter anderem um eine hochgradig explosive Knallkörper-Mischung mit einer Netto-Sprengstoffmasse von über 1,2 Kilogramm. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.
Der Vorfall begann, als Beamte die Kinder mit Feuerwerkskörpern entdeckten, die sie auf einem tschechischen Grenzmarkt in der Nähe von Ebersbach erworben hatten. Die beschlagnahmte Ware umfasste die Kategorien P1, F2, F3 und F4 – einige davon dürfen in Deutschland nur von Personen ab 18 oder 21 Jahren und mit amtlicher Genehmigung verwendet werden.
Die Feuerwerkskörper wurden sofort sichergestellt, und die Jungen wurden ihren Eltern übergeben. Die Polizei warnte, dass solche Gegenstände extreme Risiken bergen, darunter schwere Verletzungen oder tödliche Unfälle, wenn sie gezündet oder unsachgemäß gehandhabt werden. Nun laufen Ermittlungen wegen Verstößen gegen die Sprengstoffverordnung. Die beschlagnahmte Pyrotechnik wird vernichtet, die Kosten dafür tragen die Besitzer.
Der Fall unterstreicht die Gefahren illegaler Feuerwerkskörper, insbesondere in den Händen von Minderjährigen. Die Behörden betonten erneut, dass der unerlaubte Besitz oder die Nutzung solcher Materialien schwerwiegende rechtliche und sicherheitstechnische Konsequenzen nach sich zieht. Die vernichtete Pyrotechnik wird den Besitzern nicht zurückgegeben.






