Apotheker protestieren bundesweit für faire Löhne am 23. März

Lotta Schulte
Lotta Schulte
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Ein Plakat mit Text über Arzneimittelpreisunterschiede im Jahr 2022, darunter ein paar Flaschen und eine Spritze.Lotta Schulte

Apotheker protestieren bundesweit für faire Löhne am 23. März

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf große Proteste am 23. März vor

Am 23. März werden Apotheker bundesweit ihre Geschäfte schließen und sich zu zentralen Kundgebungen versammeln, um für bessere Bezahlung zu kämpfen. Die Demonstrationen richten sich gegen die gesetzlichen Krankenkassen – nicht gegen politische Parteien oder Gesundheitsministerin Nina Warken.

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird sich an den Aktionen beteiligen. Erst kürzlich hatte er beim GKV-Spitzenverband nachgefragt, wie die Gehaltsforderungen für AOK-Mitarbeiter aussehen und welche Auswirkungen diese auf die Versicherten hätten. Zudem wurde sein Antrag abgelehnt, ein Foto von Stefanie Stoff-Ahnis für Protestplakate nutzen zu dürfen.

Der GKV-Spitzenverband lehnte Fehskes Bitte ab und ging auf seine grundsätzlichen Bedenken nicht ein. Er kritisiert seit Langem die ausbleibenden Lohnerhöhungen für Apothekenmitarbeiter, die seiner Meinung nach die anhaltende Fachkräftelücke verschärfen. Die aktuellen Tarifverträge sehen Einstiegsgehälter von etwa 2.400 Euro brutto im Monat vor, während erfahrene Kräfte zwischen 2.737 und 3.072 Euro verdienen.

Im Fokus der Proteste stehen die Krankenkassen und ihre Rolle bei den Lohnverhandlungen. Die Organisatoren betonen, dass sich die Aktion nicht gegen die CDU oder Gesundheitsministerin Nina Warken richtet.

Die bundesweiten Schließungen und Kundgebungen am 23. März sollen die Forderungen der Apotheker nach fairer Entlohnung unterstreichen. Angesichts des anhaltenden Personalmangels zielen die Proteste darauf ab, die Krankenkassen unter Druck zu setzen, um die Gehaltsfragen endlich anzugehen. Das Ergebnis könnte künftige Tarifverhandlungen in der Branche prägen.