Arbeitskreis sucht Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise durch Iran-Konflikt
Emma GüntherArbeitskreis sucht Lösungen gegen explodierende Lebensmittelpreise durch Iran-Konflikt
Am kommenden Freitag tritt in Deutschland erneut ein überparteilicher Arbeitskreis zusammen, um die steigenden Lebensmittelpreise in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt zu bekämpfen. Die Gruppe, der Abgeordnete von SPD und CDU/CSU angehören, wird sich darauf konzentrieren, wie die Krise die Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Landwirtinnen und Landwirte in die Höhe treibt. Erstmals werden dabei auch die Supermarktpreise genauer unter die Lupe genommen.
Die SPD drängt seit Längerem auf schnelles Handeln, da die Lebensmittelpreise weiter ansteigen. Die stellvertretende Parteivorsitzende Esra Limbacher warnte, dass die stärksten Preissprünge einkommensschwache Haushalte besonders hart treffen. Die Partei fordert nun Soforthilfen, um Grundnahrungsmittel für alle erschwinglich zu halten.
Es handelt sich um das dritte Treffen des Arbeitskreises, seit der Iran-Konflikt globale Lieferketten durcheinanderbringt. Neben den Lebensmittelpreisen wird untersucht, wie die Landwirtschaft betroffen ist – von der Produktion auf den Höfen bis hin zu den Preisen, die Verbraucher an der Kasse zahlen. An den Gesprächen beteiligen sich Expertinnen und Experten des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Raiffeisenverbandes, des Lebensmitteleinzelhandels sowie Verbraucherschutzorganisationen.
Der Bundestag hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Spritpreise zu stabilisieren, indem Tankstellen auf eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr mittags beschränkt wurden. Nun rückt der Fokus auf Lebensmittel, wo die Preisschwankungen zunehmen und die Haushaltsbudgets zusätzlich belasten.
Ziel des Arbeitskreises ist es, sowohl Verbraucher als auch Produzenten zu entlasten. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schlüsselsektoren sollen in den Gesprächen kurzfristige Maßnahmen erarbeitet werden, um weitere Preissprünge zu verhindern. Die Ergebnisse könnten prägen, wie Deutschland in den kommenden Monaten auf die Lebensmittelinflation reagiert.






