Baden-Württemberg steckt in der längsten Rezession seit 2022 fest – und sieht kein Ende
Marie SchneiderBaden-Württemberg steckt in der längsten Rezession seit 2022 fest – und sieht kein Ende
Baden-Württembergs Wirtschaft schrumpft seit drei Jahren in Folge – die längste Rezession seit 2022
Die Wirtschaft in Baden-Württemberg ist nun das dritte Jahr in Folge geschrumpft und durchlebt damit die längste Rezession seit 2022. Die Leistungsfähigkeit des Landes liegt mittlerweile hinter der meisten anderen Bundesländer zurück – nur das Saarland schneidet noch schlechter ab. Schlüsselsektoren wie Industrie und Baugewerbe verzeichneten deutliche Rückgänge, während der Dienstleistungsbereich kaum wuchs.
Wie die aktuellen Zahlen zeigen, sank die Industrieproduktion, die fast ein Drittel der Wirtschaftsleistung ausmacht, real um 2,6 Prozent. Auch die Bauwirtschaft schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr. Der Dienstleistungssektor konnte dagegen ein leichtes Plus von 0,4 Prozent verbuchen.
Insgesamt zog sich die Wirtschaft Baden-Württembergs zusammen, während die deutsche Gesamtwirtschaft ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent verzeichnete. Das Land belegt damit vorletzten Platz unter den Bundesländern – noch vor dem Saarland. Spitzenreiter beim Wachstum war Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von 1,4 Prozent.
2022 lag die Wirtschaftsleistung des Landes bei rund 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wertschöpfung. Seither sorgt der anhaltende Abschwung für wachsende Befürchtungen: steigende Arbeitslosigkeit, mehr Unternehmenspleiten und sinkende Steuereinnahmen drohen.
Die anhaltende Rezession belastet Arbeitsplätze, Unternehmen und die öffentlichen Haushalte. Eine Rückkehr zum Wachstum würde voraussichtlich die Beschäftigung, die Löhne und die Steuereinnahmen beleben. Doch derzeit steckt die Region in der längsten Schwächephase seit vor 2022 fest.






