17 March 2026, 10:03

Bayer-Aktie steigt nach Erfolg mit Nierenmedikament Kerendia um fast 5 %

Altes Buch mit einer Zeichnung eines Thermometers, das mit "Bayer Thermometer Patent No. 263,649" beschriftet ist.

Bayer-Aktie steigt nach Erfolg mit Nierenmedikament Kerendia um fast 5 %

Bayer hat positive klinische Ergebnisse für sein Medikament Kerendia bekannt gegeben und damit das Vertrauen der Anleger gestärkt. Die Aktie des Konzerns stieg um 4,71 % auf 40,25 Euro, nachdem das Präparat in einer Studie zur nicht-diabetischen chronischen Nierenerkrankung sein primäres Ziel erreicht hatte. Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bayer eine erweiterte Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen will.

Kerendia, chemisch als Finerenon bekannt, ist bereits in über 100 Ländern zur Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Die jüngste Studie, FIND-CKD, stellt die fünfte erfolgreiche Phase-III-Untersuchung für das Medikament dar. Bayer plant nun, einen Antrag bei der FDA einzureichen, um die Anwendung auf nicht-diabetische Patienten auszuweiten – was den Zugang zu einem deutlich größeren Markt ermöglichen würde.

Die Fortschritte im Pharmabereich stehen im Kontrast zu den anhaltenden juristischen Herausforderungen des Konzerns. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Bayer einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro und häufte Netto-Schulden in Höhe von fast 30 Milliarden Euro an, largely bedingt durch die Rechtskosten im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup. Dennoch bleibt das Arzneimittelgeschäft des Unternehmens stabil.

Anleger richten ihren Blick derzeit auf zwei entscheidende juristische Termine. Am 1. April 2026 finden vor dem US-Supreme Court mündliche Verhandlungen zur Kennzeichnungspflicht von Roundup statt – zeitgleich mit der Hauptversammlung von Bayer, auf der die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abstimmen werden. Eine endgültige Entscheidung im Roundup-Fall wird für Mitte Juni 2026 erwartet.

Sollte Kerendia auch für nicht-diabetische Patienten zugelassen werden, könnte das Medikament zum Blockbuster werden und seine Reichweite deutlich ausbauen. Gleichzeitig hängt die finanzielle Erholung Bayers sowie der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten von den anstehenden Gerichtsentscheidungen ab. Die nächsten Schritte des Konzerns werden von Anlegern und Aufsichtsbehörden gleichermaßen genau beobachtet.

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