18 April 2026, 02:03

Bundestag beschließt schnelleren Berufseinstieg für ausländische Gesundheitsfachkräfte

Altes von der deutschen Regierung ausgegebenes Zertifikat mit handgeschriebenem Text und einem Logo oben drauf.

Bundestag beschließt schnelleren Berufseinstieg für ausländische Gesundheitsfachkräfte

Der Bundestag hat ein neues Gesetz zur beschleunigten Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitswesen verabschiedet. Die Regelung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen, die in Deutschland arbeiten möchten. Befürworter betonen, dass das Gesetz Bürokratie abbaue und klare Vorgaben für im Ausland ausgebildete Fachkräfte schaffe.

Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingebrachte Entwurf erhielt am Donnerstag die Zustimmung des Parlaments. Ziel ist es, das Anerkennungverfahren für Bewerber aus Drittstaaten zu vereinfachen, zu vereinheitlichen und zu digitalisieren. Künftig können Bundesländer Sprachkenntnisse bereits prüfen, bevor die Fachkräfte ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Das Gesetz ersetzt zudem uneinheitliche Länderregelungen durch bundesweit geltende Standards. Digitale Anträge und automatisierte Prüfverfahren sollen den Papierkram für Antragstellende und Behörden verringern. Bevor die Neuregelung am 1. November 2026 in Kraft tritt, muss sie jedoch noch den Bundesrat passieren.

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Bei der Abstimmung stimmten die Regierungsfraktionen und die Grünen für den Entwurf. Die AfD lehnte ihn ab, während die Linke sich der Stimme enthielt.

Sobald das Gesetz gilt, profitieren Gesundheitsfachkräfte aus Staaten außerhalb der EU davon. Es beseitigt bürokratische Hürden durch einheitliche Vorgaben und digitale Abläufe. Die Behörden erwarten, dass die Änderungen qualifizierten Fachkräften den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern.

Quelle