07 June 2026, 02:03

DGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer – mit Arbeitgeberbeteiligung

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer – mit Arbeitgeberbeteiligung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi argumentiert, dass Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen müssten, statt die volle Last den Beschäftigten aufzubürden. Mit dem Vorstoß soll die Tatsache angegangen werden, dass derzeit rund 20 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland keine solche Absicherung haben.

Fahimi betont, dass in den meisten europäischen Ländern die Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge bereits über 20 Prozent lägen – wobei Arbeitgeber dort in der Regel einen größeren Anteil übernähmen. Ein ähnliches System in Deutschland sei daher keineswegs unrealistisch, so die Gewerkschaftschefin, angesichts der gängigen Standards auf dem Kontinent.

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Der DGB plant, noch bis Ende des Monats konkrete Vorschläge vorzulegen. Dazu gehören Tarifverhandlungen zur betrieblichen Altersvorsorge, die sicherstellen sollen, dass alle Beschäftigten – selbst in nicht tarifgebundenen Unternehmen – unter vereinfachten Bedingungen Zugang zu entsprechenden Modellen erhalten.

Fahimi räumt ein, dass es angesichts der angespannten finanziellen und wirtschaftlichen Lage Widerstände geben könnte. Dennoch bleibt der DGB bei seiner Forderung nach einer Kostenbeteiligung der Arbeitgeber. Ziel ist es, ein ergänzendes Rentensystem zu schaffen, das die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen verringert.

Würde der Plan umgesetzt, hätten Millionen Beschäftigte, die bisher ohne betriebliche Altersvorsorge auskommen müssen, erstmals Anspruch darauf. Arbeitgeber wären gesetzlich verpflichtet, sich zu beteiligen, und würden so einen Teil der finanziellen Verantwortung von den Arbeitnehmern übernehmen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass die Verhandlungen bald beginnen – mit Tarifverträgen als Grundlage für das neue System.

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