30 April 2026, 08:04

Edeka rettet 200 Tegut-Filialen – doch Kartellamt muss noch zustimmen

Innenraum eines Einkaufszentrums mit Menschen, Geschäften, Informationsschildern mit der Aufschrift "Herzlich willkommen", Beleuchtung, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Edeka rettet 200 Tegut-Filialen – doch Kartellamt muss noch zustimmen

Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Filialen nach Migros-Rückzug

Edeka hat bekannt gegeben, 200 Märkte der Supermarktkette Tegut zu übernehmen, nachdem sich der Schweizer Konzern Migros aus Deutschland zurückgezogen hat. Der Deal steht nun unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Edeka-Chef Markus Mosa hat versichert, im Falle der Übernahme alle bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten.

Mosa betonte, dass Edeka sämtliche Mitarbeiter der Tegut-Filialen behalten werde – darunter rund 4.500 Stellen in allen Standorten, auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen. Ohne die Übernahme durch Edeka, so seine Warnung, drohe vielen Filialen die Schließung, was zu massiven Entlassungen führen würde.

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Der Vorstandsvorsitzende drängt zudem auf eine zügige Entscheidung der Behörden. Verzögerungen, so Mosa, würden Unsicherheit für die Belegschaft und die lokalen Gemeinden schaffen, die auf Tegut als Nahversorger angewiesen seien. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, Edeka profitiere von der Lebensmittelinflation. Vielmehr verwies er auf die im internationalen Vergleich moderaten Preise und hohen Qualitätsstandards in Deutschland.

Kritiker befürchten hingegen, dass die Übernahme den Wettbewerb einschränken könnte. Sie argumentieren, Edekas wachsende Marktmacht könnte die Verbraucherpreise weiter in die Höhe treiben – besonders, da globale Konzerne wie Nestlé bereits ihre Preise erhöhen. Mosa konterte, die Verantwortung für steigende Kosten liege bei den Lieferanten und nannte als Beispiel Nestlé-Schokolade.

Edeka sicherte zu, alle Tegut-Filialen zu erhalten, auch in strukturschwachen Gebieten. Das Unternehmen betont, damit die Nahversorgung der Bevölkerung zu sichern und Arbeitsplätze vor Ort zu bewahren.

Die geplante Übernahme liegt nun beim Bundeskartellamt. Bei einer Genehmigung würde Edeka 200 Tegut-Märkte übernehmen und 4.500 Arbeitsplätze sichern. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob die Filialen weiterbetrieben werden oder vor der Schließung stehen.

Quelle