21 April 2026, 08:03

Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Unternehmen klagen über Belastungen

Deutsche 100-Pfennig-Banknote mit einem Mann auf schwarzem Hintergrund.

Entlastungsbonus von 1.000 Euro wird bis 2027 verlängert – doch Unternehmen klagen über Belastungen

Die deutsche Regierungskoalition hat sich darauf verständigt, den steuerfreien Entlastungsbonus von 1.000 Euro für Beschäftigte bis Mitte 2027 zu verlängern. Die am 12. April beschlossene Regelung ermöglicht es Arbeitgebern, die Zahlung auch im Jahr 2026 ohne Abzüge für Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge zu gewähren. Allerdings stößt die Maßnahme bei Unternehmen auf Kritik, die sich durch finanzielle Belastungen und enge Fristen unter Druck gesetzt fühlen.

Das Koalitionsgremium hat den Plan zur Verlängerung des Bonus finalisiert, der ursprünglich früher auslaufen sollte. Arbeitgeber können die 1.000-Euro-Zahlung nun als Einmalbetrag auskehren, in kleineren Raten aufteilen oder bis 2027 verschieben. Bundeskanzler Friedrich Merz verteidigte die Regelung und betonte, dass sie für Unternehmen freiwillig bleibe.

Wirtschaftsverbände äußerten Bedenken wegen der kurzen Vorlaufzeit und der zusätzlichen Kosten. Dennoch wird die Gesamtentlastung durch den verlängerten Bonus auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt. Die Koalitionsfraktionen sollen den Entwurf der Resolution am kommenden Mittwoch im Bundestag absegnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Um die entgangenen Steuereinnahmen auszugleichen, plant die Bundesregierung, die Tabaksteuer im Jahr 2026 zu erhöhen. Die Kosten für den Bonus haben zudem die ursprünglichen Schätzungen überschritten, da mehr Unternehmen als erwartet den Anreiz genutzt haben. Arbeitgeber können die 1.000-Euro-Zahlung jedoch als Betriebsausgabe absetzen, was die finanzielle Belastung teilweise mindert.

Der verlängerte Entlastungsbonus bleibt bis zum 30. Juni 2027 in Kraft und bietet Arbeitgebern Flexibilität sowie Beschäftigten finanzielle Unterstützung. Die geplante Erhöhung der Tabaksteuer soll die Haushaltswirkung ausgleichen, während Unternehmen die Umsetzungskosten abwägen.

Quelle