Grüne warnen vor 30-Milliarden-Loch in den Kommunalhaushalten bis 2025

Marie Schneider
Marie Schneider
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Ein detaillierter alter Stadtplan von Weimar, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit begleitendem Text, der Informationen über die Bevölkerung, Sehenswürdigkeiten und Straßen der Stadt enthält.Marie Schneider

Grüne fordern kommunale Reform: Keine Patchwork-Lösungen mehr - Grüne warnen vor 30-Milliarden-Loch in den Kommunalhaushalten bis 2025

Kommunen in Sachsen und anderen Bundesländern kämpfen mit massiven Haushaltslöchern

Die Grünen haben nun ein Positionspapier vorgelegt, in dem sie dringende Reformen fordern, um einen weiteren Kollaps der kommunalen Finanzen in den Bundesländern Deutschlands zu verhindern. Unter dem Titel "Die Handlungsfähigkeit unserer Kommunen wiederherstellen!" warnt die Partei vor einer sich zuspitzenden Krise bei der Finanzierung der Städte und Gemeinden.

Laut den Grünen droht den Kommunen bis 2025 ein Rekorddefizit von über 30 Milliarden Euro. Franziska Schubert, Fraktionsvorsitzende der Grünen im sächsischen Landtag, macht jahrelange strukturelle Unterfinanzierung als Hauptursache aus. Die Folgen seien bereits jetzt sichtbar: geschlossene Schwimmbäder, marode Straßen und Bibliotheken, die ihre Türen schließen müssen.

Die Partei kritisiert, dass die Kommunen zu wenig Unterstützung erhielten, während ihnen gleichzeitig immer mehr Aufgaben übertragen würden. Dieses Ungleichgewicht untergrabe das Vertrauen der Bürger in die lokale Politik. Als Lösungsansätze schlagen die Grünen einen höheren Anteil der Kommunen an der Mehrwertsteuer sowie eine gerechtere Beteiligung des Bundes an den Sozialkosten vor.

Demografischer Wandel und die wachsende Kluft zwischen Stadt und Land verschärfen die Lage zusätzlich. Wie genau sich die finanzielle Situation Sachsens im Vergleich zu anderen Bundesländern darstellt, bleibt jedoch unklar. Die Grünen betonen: Ohne schnelle und nachhaltige Maßnahmen werde sich die Krise weiter verschärfen.

Das Papier skizziert konkrete Schritte zur Reform der Kommunalfinanzierung. Ein größerer Anteil am Mehrwertsteueraufkommen und angepasste Bundeszuschüsse könnten die belasteten Haushalte entlasten. Ohne Kurswechsel, so die Warnung der Grünen, werde der Rückbau wichtiger öffentlicher Leistungen weiter voranschreiten.