17 March 2026, 22:03

Hamburg bewirbt sich für Olympia 2036 – Bürgerentscheid steht bevor

Olympiastadion in London umgeben von Grün, einer Straße, einem Gewässer, Gebäuden und einer bewölkten Himmel.

Hamburg plant Olympia mit grüner Schlinge und erschwinglichen Eintrittskarten - Hamburg bewirbt sich für Olympia 2036 – Bürgerentscheid steht bevor

Hamburg hat offiziell seine Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 eingereicht. Die rot-grüne Koalitionsregierung der Stadt präsentierte das Vorhaben unter dem Motto "Eine Chance für alle" und versprach eine Kombination aus Sportereignissen, städtischer Entwicklung und öffentlicher Zugänglichkeit. Ein Bürgerentscheid über die Bewerbung ist für Ende Mai angesetzt – dann entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger, ob sie den ehrgeizigen Plan unterstützen.

Im Mittelpunkt der Bewerbung stehen zwei Hauptstandorte: die "Olympic Park City" und der "Olympic Park Altona". Diese sollen Hamburg zu einer inklusiven "Arena für alle" machen, die Wettbewerbe mit langfristigen städtischen Verbesserungen verbindet. Ein besonderes Highlight ist das "Olympische Grüne Band", ein Netzwerk aus Parks und Grünflächen, das sich vom Volkspark mit seinen Sportstätten bis zum Dove-Elbe-Wasserpark im Osten erstreckt.

Die Wettbewerbe finden an ungewöhnlichen Orten statt. Auf der Binnenalster werden Padel-Tennis, Stand-Up-Paddling, Bogenschießen und die Eröffnungsfeier ausgetragen – teilweise auf schwimmenden Plattformen. Eine Kletterwand am Südufer der Elbe bietet Athletinnen, Athleten und Zuschauerinnen und Zuschauern einen spektakulären Blick auf die Stadtsilhouette. Das Mountainbiking, ursprünglich für die Harburger Berge geplant, verlagert sich nun nach Wandsbek, wo das ehemalige Deponiegelände in Hummelsbüttel mehr Gestaltungsfreiheit und zukünftige Nutzungsmöglichkeiten bietet.

Eine erfolgreiche Bewerbung könnte wichtige Infrastrukturprojekte beschleunigen, darunter die U5- und S6-Schnellbahnlinien sowie den Ausbau des Hamburger Hauptbahnhofs. Das geschätzte Budget liegt bei 4,8 Milliarden Euro, die erwarteten Einnahmen bei 4,9 Milliarden – zusätzliche Infrastrukturkosten könnten die Gesamtkosten jedoch weiter in die Höhe treiben. Zum Vergleich: Die Olympischen Spiele 1972 in München kosteten nach heutigen Maßstäben schätzungsweise 1 bis 2 Milliarden Euro.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Stadt plant eine Million ermäßigte Tickets anzubieten, zudem soll der Eintritt für Ehrenamtliche und einkommensschwache Gruppen kostenlos sein. Hamburg konkurriert mit München, Berlin und Nordrhein-Westfalen, die sich ebenfalls um die Ausrichtung der Spiele bewerben.

Bei einer Zustimmung würde die Bewerbung Hamburgs Verkehr, Sporteinrichtungen und öffentliche Räume nachhaltig verändern. Der Bürgerentscheid Ende Mai entscheidet, ob die Stadt ihre olympischen Ambitionen weiterverfolgt. Das Ergebnis könnte auch den Zeitplan für wichtige Infrastrukturvorhaben in der gesamten Region beeinflussen.

Quelle