Hammer Raumstylisten vor dem Aus: Neue Filialschließungen und drohende Pleite ab April
Lotta SchulteHammer Raumstylisten vor dem Aus: Neue Filialschließungen und drohende Pleite ab April
Hammer Raumstylisten vor neuer Welle von Filialschließungen – Insolvenzverfahren steht bevor
Der angeschlagene Möbelhändler Hammer Raumstylisten steht vor einer weiteren Schließungswelle, da das Insolvenzverfahren kurz bevorsteht. Seit 2025 wurden bereits über 116 Filialen geschlossen, und ab April werden weitere folgen. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter bestätigte, hat sich bisher kein Investor gefunden, der das Unternehmen in seiner aktuellen Form retten könnte.
Die Probleme des Händlers begannen 2025, als im Rahmen des ersten Insolvenzverfahrens unter der Schlau-Gruppe rund 70 Standorte geschlossen wurden. Bis Mitte März 2026 folgten 46 weitere Filialen, nachdem sich keine Käufer fanden. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH teilte mit, dass die Verhandlungen mit den letzten beiden potenziellen Investoren gescheitert seien – eine Rettung des Unternehmens ist damit vorerst vom Tisch.
Das offizielle Insolvenzverfahren soll am 1. April 2026 beginnen. Bis dahin erhalten die etwa 1.100 Beschäftigten ihren Lohn über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Sobald diese Leistungen auslaufen, kann das Unternehmen nur durch drastische Kostensenkungen weiterarbeiten – vor allem durch weitere Filialschließungen und Räumungsverkäufe.
In 46 Standorten ohne Käufer haben die Abverkäufe bereits begonnen; diese Filialen wurden ab dem 16. März geschlossen. Die verbleibenden 41 Läden starten am 1. April mit Liquidationsverkäufen, um die dringend benötigte Liquidität zu sichern. Trotz aller Bemühungen scheint das Ziel, Hammer Raumstylisten als Fachhandelskette zu erhalten, zunehmend unrealistisch.
Ohne Investoren in Aussicht wird Hammer Raumstylisten ab April sein Filialnetz weiter verkleinern. Das Überleben des Unternehmens hängt nun von weiteren Schließungen und Abverkäufen ab – die Zukunft bleibt jedoch ungewiss. Die Mitarbeiter sind bis Ende März durch Insolvenzgeld abgesichert, danach drohen ihnen jedoch Arbeitsplatzverluste.






