Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf geplante Gehaltserhöhung
Emma GüntherHettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf geplante Gehaltserhöhung
Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung folgt einem Unternehmensvorschlag, die Erhöhung aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aufzuschieben. Von der Änderung sind rund 2.000 Mitarbeiter betroffen.
Die Lohnerhöhung um 3,1 Prozent sollte ursprünglich am 1. April in Kraft treten. Stattdessen bat Hettich die Belegschaft, die Anpassung zu verschieben – eine Maßnahme, die dem Unternehmen mehrere Millionen Euro spart. In den kommenden zwölf Monaten wird jeder Beschäftigte dadurch insgesamt mehr als 1.000 Euro verlieren.
Hettich bestreitet, Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt zu haben, und betont, dass die Entscheidung individuell getroffen werden konnte. Dennoch stimmten mindestens 90 Prozent der Belegschaft der Verschiebung zu. Die IG Metall, die zuständige Gewerkschaft, kritisiert den Schritt scharf und wirft dem Unternehmen vor, die Beschäftigten unzulässig unter Druck gesetzt zu haben.
Durch die verschobene Gehaltserhöhung werden die Einkommen der Hettich-Mitarbeiter in den nächsten Monaten sinken. Das Unternehmen beharrt darauf, dass die Entscheidung freiwillig erfolgte, während die Gewerkschaft weiterhin die Fairness des Verfahrens infrage stellt. Die finanziellen Auswirkungen für die Beschäftigten werden sich nun über die kommenden zwölf Monate erstrecken.






