Hygienemängel in Niedersachsen: Tausende Verstöße und Betriebsschließungen 2025
Lara WagnerHygienemängel in Niedersachsen: Tausende Verstöße und Betriebsschließungen 2025
Lebensmittelkontrolleure in Niedersachsen führten im Jahr 2025 Tausende Überprüfungen durch. Ihre Berichte zeigen eine Mischung aus routinemäßigen Kontrollen und Reaktionen auf Beschwerden. In einigen Gebieten häuften sich wiederkehrende Hygienemängel, die zu Bußgeldern und sogar Betriebsschließungen führten.
Im Landkreis Goslar führten die Prüfer 482 geplante Besichtigungen und 75 Nachkontrollen durch. Dabei deckten sie insgesamt 2.589 Verstöße auf, von denen 2.061 auf mangelnde Betriebshygiene zurückgingen. Weitere 297 Vergehen betrafen allein die Hygienevorschriften. In der Folge mussten 11 Betriebe ganz oder teilweise geschlossen werden.
In Braunschweig führten die Kontrolleure 748 Routineinspektionen und 231 aufgrund konkreter Anlässe durch. Zudem veröffentlichte die Stadt 19 öffentliche Warnungen nach Paragraf 40 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB). Unterdessen führte Salzgitter 259 Routineprüfungen und 165 Kontrollen als Reaktion auf Beschwerden durch.
Der Landkreis Wolfenbüttel meldete für das Jahr lediglich 47 Verstöße. Wolfsburg hingegen verzeichnete 593 Routineinspektionen und 266 zusätzliche Kontrollen im Zusammenhang mit Beschwerden oder Nachprüfungen.
Die Zahlen verdeutlichen die unterschiedlichen Compliance-Stufen in der Region. Während einige Landkreise wie Goslar häufig mit Hygienemängeln und entsprechenden Sanktionen konfrontiert waren, verzeichneten andere, etwa Wolfenbüttel, deutlich weniger Probleme bei ihren Überprüfungen.






