07 June 2026, 08:02

Jugendbad Burgfarrnbach vor dem Aus: Nach 60 Jahren droht die endgültige Schließung

Renovierungsbedarf von €165.000: weiteres Jugendbad droht für immer zu schließen - CSU fordert Erhalt

Jugendbad Burgfarrnbach vor dem Aus: Nach 60 Jahren droht die endgültige Schließung

Jugendbad Burgfarrnbach: Nach fast 60 Jahren droht die endgültige Schließung

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Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein saisonales Freibad für Kinder und Jugendliche, könnte nach nahezu sechs Jahrzehnten Betrieb endgültig geschlossen werden. Die Anlage mit einem unbeheizten 8x20-Meter-Becken und einer großen Sonnenterrasse blieb in dieser Saison wegen anhaltender Probleme geschlossen. Nun beraten lokale Verantwortliche über ihre Zukunft – eine entscheidende Weichenstellung steht im Juni 2026 an.

Die Besucherzahlen sind seit Jahren rückläufig: 2025 wurden nur noch 275 Gäste gezählt. Obwohl das Bad als sozialer Treffpunkt für junge Menschen gilt, eignet es sich laut Verwaltung kaum für regulären Schwimmunterricht. Die jährlichen Betriebskosten bewegen sich im fünfstelligen Bereich und belasten die Haushaltskasse zusätzlich.

Hinzu kommen gravierende technische Mängel. Seit der letzten Saison leckt das Wassersystem massiv; die Reparaturkosten werden auf bis zu 50.000 Euro geschätzt. Wie die Betreibergesellschaft Infra Fürth mitteilt, sind kritische Anlagen – von der Wasseraufbereitungstechnik über Schaltkästen bis zu Umwälzpumpen – entweder stark beschädigt oder nicht mehr zuverlässig funktionsfähig. Eine Wiedereröffnung würde mindestens 165.000 Euro erfordern, um strukturelle, technische und sicherheitsrelevante Defizite zu beheben.

Personalmangel verschärft die Lage: Das Bad verfügt seit Langem über keine eigene Fachkraft mehr. Ein sicherer Betrieb erfordert jedoch qualifiziertes Personal für Rettungsschwimmerdienste, Wasseraufbereitung, Reinigung und Wartung. Max Ammon, Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat, hält eine erneute Öffnung mittlerweile für unwahrscheinlich.

Am 10. Juni 2026 wird der Finanz- und Verwaltungsausschuss über das weitere Schicksal des Bades entscheiden. Ohne substanzielle Investitionen und Lösungen für die anhaltenden Probleme scheint die dauerhafte Schließung unvermeidbar. Damit würde eine fast 60-jährige Ära als beliebter Treffpunkt für junge Schwimmer enden. Die Verantwortlichen müssen nun abwägen: Lohnt sich der finanzielle und personelle Aufwand angesichts sinkender Nutzung und maroder Technik?

Quelle