28 March 2026, 06:04

KI-Küchenroboter-Hersteller kämpft trotz Milliarden-Auftragspipeline mit Verlusten und Kurssturz

Eine Seite aus einem Buch, die eine Zeichnung einer Maschine mit dem Text "Deutsches Patent 114,000,000" zeigt und die Maschinenillustration auf der rechten Seite positioniert ist.

KI-Küchenroboter-Hersteller kämpft trotz Milliarden-Auftragspipeline mit Verlusten und Kurssturz

Ein Hersteller von Roboterküchen steht trotz ehrgeiziger Wachstumspläne vor finanziellen Herausforderungen. Das Unternehmen, das mit KI gesteuerte Kochroboter produziert, rechnet für 2025 mit einem operativen Verlust von 15 Millionen Euro – und das, obwohl es für 2026 Umsätze von bis zu 55 Millionen Euro prognostiziert. Zudem ist der Aktienkurs seit Januar um über 53 Prozent eingebrochen und liegt derzeit bei 5,58 Euro.

Um die Produktion des Modells CA-1 hochzufahren, hat das Unternehmen über eine Mini-Anleihe in Höhe von 1,67 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt. Bisher wurden zwar noch keine Geräte an Kunden ausgeliefert (Stand: März 2026), doch laufen bereits Pilotprojekte – darunter eine Testphase mit der Bundeswehr. Die Auslieferung an das Militär ist für das erste Halbjahr 2026 geplant, während Mercedes-Benz die ersten Einheiten voraussichtlich im Sommer 2026 erhalten soll.

Die Produktionskapazitäten sind dank einer Partnerschaft mit dem Auftragsfertiger Celestica bereits vorhanden und ermöglichen eine vierstellige Stückzahl. Das Unternehmen gibt an, über einen theoretischen Auftragsbestand im Wert von 1,6 Milliarden Euro zu verfügen, darunter ein Lieferabkommen für bis zu 25 Einheiten an die ukrainischen Streitkräfte. Um den Absatz zu fördern, kooperiert es mit MMV Leasing, sodass Gastronomiebetriebe die Roboter leasen statt kaufen können.

Trotz dieser Maßnahmen strukturiert das Unternehmen seine Finanzierung um, um aus der Pipeline von 8.000 Einheiten verbindliche Aufträge zu generieren. Die Umsätze für 2025 bleiben mit nur 250.000 Euro jedoch bescheiden – ein deutlicher Kontrast zu den optimistischen Prognosen.

Die Zukunft des Herstellers hängt davon ab, ob es gelingt, die umfangreiche Auftragspipeline in tatsächliche Lieferungen umzuwandeln. Mit laufenden Pilotprojekten für Militär und Unternehmen werden die kommenden Monate entscheidend sein, um zu zeigen, ob das Unternehmen seine Umsatzziele für 2026 erreichen kann. Erfolge bei diesen ersten Einsätzen könnten helfen, die finanzielle Lage zu stabilisieren und den Aktienkurs zu stützen.

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