22 March 2026, 06:05

Massiver Apotheken-Protest in MV: Über 80 Prozent schließen ihre Türen

Eine Gruppe von Menschen mit Protestplakaten und Schildern vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite.

80 Prozent der MV Apotheken am Montag geschlossen - Massiver Apotheken-Protest in MV: Über 80 Prozent schließen ihre Türen

Mehr als 80 Prozent der Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern werden am Montag im Rahmen eines bundesweiten Protests geschlossen bleiben. Die Aktion folgt auf Jahre stagnierender Erstattungssätze, die seit 2013 nicht mehr angepasst wurden. Apotheker fordern von der Regierung dringend Veränderungen, um die steigenden Kosten und unerfüllte Zusagen auszugleichen.

Bei dem Protest werden die meisten Apotheken in der Region ihre Türen schließen – mit Ausnahme jener, die Notdienste anbieten. Patienten mit nicht dringendem Bedarf werden gebeten, bis Dienstag mit Rezepten oder Medikamenten zu warten. Ein Online-Portal der Apothekerkammer hilft der Bevölkerung, in der Nähe gelegene Apotheken zu finden, die für Notfälle geöffnet bleiben.

Apothekenmitarbeiter aus Mecklenburg-Vorpommern schließen sich Kollegen in Berlin an, um an der Demonstration teilzunehmen. Ihre zentrale Forderung, unterstützt von der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände), ist eine pauschale Erhöhung der festen Gebühr pro abgegebenem Medikament. Diese Gebühr blieb seit 13 Jahren unverändert – trotz stark gestiegener Betriebskosten. Die Krankenkassen lehnen den Vorschlag jedoch ab und schlagen stattdessen ein gestaffeltes Vergütungssystem vor, das sich am Umsatzvolumen und regionalen Faktoren orientiert.

Der Protest unterstreicht die Bedeutung von Apotheken als dezentraler Medikamentenreserve Deutschlands. Mit rund 350 Apotheken, die Ende 2024 im Land tätig sind, wird die Schließung den Zugang für einen Tag deutlich einschränken. Die Organisatoren betonen, dass die Aktion die Regierungsparteien dazu drängen soll, längst überfällige Gebührenanpassungen endlich umzusetzen.

Der eintägige Stillstand betrifft den Großteil der Apotheken in der Region, wobei die Notversorgung weiterhin gewährleistet bleibt. Apotheker bestehen darauf, dass der Protest nach Jahren finanzieller Belastung und gebrochener Versprechen notwendig sei. Das Ergebnis könnte künftige Verhandlungen über Finanzierung und Nachhaltigkeit der Dienstleistungen beeinflussen.

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