Millionenverlust durch Bitcoin-Crash: Der spektakuläre Prozess um movie2k.to
Milliarden in Bitcoins - Prozess um Streaming-Portal beginnt - Millionenverlust durch Bitcoin-Crash: Der spektakuläre Prozess um movie2k.to
Vor dem Landgericht Leipzig hat ein aufsehenerregender Prozess um die illegale Streaming-Plattform movie2k.to begonnen. Die Seite bot Hunderttausende raubkopierte Filme und Serien an und erzielte Millionenumsätze durch Werbeeinnahmen. Zwei Männer, darunter der Programmierer der Plattform, wurden 2019 nach Geständnissen ihrer Beteiligung festgenommen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen fast 50.000 Bitcoins, die dem mutmaßlichen Drahtzieher abgenommen und 2024 für rund 2,64 Milliarden Euro verkauft wurden. Seither ist der Bitcoin-Kurs drastisch gefallen – je nach Verkaufspreis hat sich der Erlös um über 20 bis 45 Prozent verringert.
Die Ermittlungen gegen movie2k.to begannen Jahre vor den Festnahmen. Ende 2019 nahm die Polizei zwei Verdächtige fest, von denen einer die Programmierung der Seite einräumte. Die Betreiber hatten durch Werbung ein Vermögen in Bitcoin angehäuft.
Der Hauptangeklagte, der 2023 im Ausland verhaftet wurde, muss sich nun wegen Geldwäsche und Anstiftung zur falschen Verdächtigung verantworten. Seine 50.000 Bitcoins wurden 2024 beschlagnahmt und im Sommer desselben Jahres veräußert, als der Bitcoin-Kurs zwischen 54.000 und 67.000 US-Dollar schwankte. Damals erbrachte der Verkauf etwa 2,64 Milliarden Euro. Doch bis Februar 2026 war der Bitcoin-Kurs auf unter 60.000 US-Dollar gefallen – ein Rückgang von über 45 Prozent gegenüber dem Höchststand von rund 106.000 Euro im Oktober 2025.
Dem zweiten Angeklagten werden geringere Vorwürfe gemacht, darunter Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Das Gericht hat elf Verhandlungstage angesetzt, die bis Mitte Mai dauern sollen. Bis zu einem endgültigen Urteil verbleiben die beschlagnahmten Gelder auf einem Konto der Justizkasse des Landes und gelten rechtlich weiterhin als Eigentum der Angeklagten.
Falls der Hauptangeklagte verurteilt wird, muss das Gericht entscheiden, ob die Vermögenswerte endgültig eingezogen werden können. Das Urteil wird über das Schicksal der einst 2,64 Milliarden Euro entscheiden, deren Wert durch den Kursverfall des Bitcoin mittlerweile deutlich gesunken ist.
Die Richtersprüche werden klären, ob der Staat die Erlöse aus dem Bitcoin-Verkauf behalten darf. Trotz des starken Wertverlusts der Kryptowährung bleibt der Fall eine der größten finanziellen Beschlagnahmungen im Zusammenhang mit Internetpiraterie. Eine Entscheidung wird nach den anberaumten Verhandlungstagen bis Mitte Mai erwartet.
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