27 April 2026, 14:08

NGG warnt: Soziale Spaltung in Deutschland erreicht neuen Höhepunkt

Liniengraph, der die Anzahl der Menschen in Armut und die Armutsquote in den Vereinigten Staaten von 1959 bis 2005 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

NGG warnt: Soziale Spaltung in Deutschland erreicht neuen Höhepunkt

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Leipzig-Halle-Dessau warnt vor wachsender Vermögenskluft in Deutschland

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Leipzig-Halle-Dessau hat eine dringende Warnung vor der zunehmenden sozialen Spaltung in Deutschland ausgesprochen. Nach Ansicht der Gewerkschaft treiben die aktuellen politischen Rahmenbedingungen die Gesellschaft weiter auseinander: Während arbeitende Familien unter finanziellen Belastungen ächzen, profitiert eine kleine Elite von steuerlichen Vorteilen.

Die NGG verweist auf eklatante Unterschiede bei der Besteuerung: Ein durchschnittliches Arbeitnehmerpaar zahlt rund 43 Prozent seines Einkommens an Steuern und Sozialabgaben. Kapitalerträge hingegen werden pauschal mit nur 25 Prozent besteuert – ein System, das es Vermögenden ermöglicht, ihr Geld leichter zu vermehren.

Besonders deutlich wird die Schieflage in Halle (Saale): Dort leben 42 Einkommensmillionäre neben etwa 102.300 Beschäftigten in Handel, Industrie und Dienstleistung. Viele dieser Arbeitnehmer:innen kämpfen trotz Vollzeitstelle damit, grundlegende Ausgaben wie Miete, Sprit und Lebensmittel zu bestreiten. Die Gewerkschaft kritisiert, dass eine winzige Elite mühelos durch Börsengewinne und Dividenden reich wird, während die Mehrheit um ihre Existenz ringt.

"Es geht nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit", betont Christian Ullmann, Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau. Die breite Masse trage hohe Abgabenlasten, während die "goldene Schicht" kaum etwas beisteuere. Die Gewerkschaft fordert nun grundlegende Reformen, darunter die Abschaffung der Zusammenveranlagung von Ehepaaren und eine Neuordnung der Erbschaftsteuer. Derzeit machen Erbschaften und Vermögen gerade einmal 1,1 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus.

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Die NGG ruft die regierende CDU-SPD-Koalition zum Handeln auf. Ohne radikale Änderungen in der Steuer-, Renten- und Gesundheitspolitik werde sich die Kluft zwischen Arbeitnehmer:innen und Spitzenverdiener:innen weiter vertiefen.

Konkret setzt sich die Gewerkschaft für politische Weichenstellungen ein, die die finanzielle Belastung normaler Beschäftigter verringern. Sollten die Forderungen umgesetzt werden, könnte dies die Verteilung und Besteuerung von Vermögen in Deutschland grundlegend verändern. Die NGG warnt: Ohne schnelle Kurskorrektur wird der Graben zwischen Reich und Arm immer tiefer.

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