Niederberg Süd-Ost: Wie aus einem Bergbauareal ein kreatives Zentrum entsteht
Emma GüntherNiederberg Süd-Ost: Wie aus einem Bergbauareal ein kreatives Zentrum entsteht
Die Stadt hat die volle Kontrolle über das Gelände Niederberg Süd-Ost übernommen, ein ehemaliges Bergbauareal mit einer Fläche von über 120.000 Quadratmetern. Das im März 2023 erworbene Gelände umfasst historische Gebäude und Fördergerüste – doch deren Erhalt wird mit hohen Kosten verbunden sein.
Mit der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) schloss die Stadt einen Aufhebungsvertrag ab, der das Unternehmen von seinen verbleibenden Entwicklungspflichten entbindet. Im Rahmen der Vereinbarung gehen auch alle Grünflächen und Straßen des fertiggestellten Wohnviertels Dicksche Heide in den Besitz der Stadt über.
Die Sanierung der bestehenden Bauten gestaltet sich jedoch schwierig. Allein die Dekontaminierung eines Fördergerüsts würde über eine Million Euro kosten, doch die Landesförderung deckt nur einen einzigen Turm ab. Das nicht unter Denkmalschutz stehende Fördergerüst Schacht 1 kann aufgrund der laufenden Instandhaltungskosten nicht erhalten bleiben.
Trotz dieser Herausforderungen plant die Stadt, das Areal in ein kreatives Zentrum umzuwandeln. Unternehmen, lokale Läden und Gastronomiebetriebe sollen hier ansässig werden – ganz im Sinne des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts. Der Oberbürgermeister bestätigte, dass Kooperationen mit lokalen Initiativen dazu beitragen werden, das Erbe des Bergwerks zu bewahren, auch wenn nicht alle Bauwerke erhalten bleiben können.
Die Stadt trägt nun die volle Verantwortung für die Zukunft des Geländes. Zwar könnten einige historische Elemente verloren gehen, doch der Fokus liegt auf der Umnutzung des Areals für wirtschaftliche und kulturelle Zwecke. Die Entwicklung wird im Rahmen des städtischen Masterplans für ein Kreativquartier vorangetrieben.






