30 April 2026, 04:02

Ökonomen zerpflücken Deutschlands wackelige Haushaltspolitik und fordern radikale Reformen

Liniengraph, der den Betrag der öffentlichen Verschuldung über die Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ökonomen zerpflücken Deutschlands wackelige Haushaltspolitik und fordern radikale Reformen

Deutschlands Haushaltspolitik steht in der scharfen Kritik zweier führender Ökonomen. Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen, bezeichnete den Bundeshaushalt als "alles andere als solide". Seine Warnungen unterstreichen wachsende Sorgen über steigende Schulden und schrumpfende finanzielle Handlungsspielräume.

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Peichl nannte die Neuverschuldung als zentrales Problem, die die Zinslast in die Höhe treibe und die Manövrierfähigkeit der Regierung einschränke. Er forderte eine umfassende Überprüfung aller Ausgaben und Subventionen, um Verschwendung einzudämmen. Gleichzeitig schlug er höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie eine neue Abgabe auf Zucker vor. Die Mehreinnahmen sollten seiner Meinung nach Präventionsprogramme finanzieren – und nicht einfach Haushaltslücken stopfen.

Emilie Höslinger vom Ifo-Zentrum für Makroökonomie und Umfragen teilte diese Bedenken. Sie warnte, dass verschleppten Reformen und explodierenden Zinskosten künftige Generationen stark belasten würden. Zudem kritisierte Höslinger die Schuldenbremse, deren Schlupflöcher ihrer Ansicht nach zu leicht ausgenutzt würden, um finanzielle Engpässe zu überbrücken.

Die Äußerungen der Ökonomen deuten auf wachsenden Druck auf die Regierung hin, die Haushaltsprobleme anzugehen. Ohne strengere Kontrollen bei Kreditaufnahme und Ausgaben könnten steigende Schulden und Zinslasten die finanziellen Spielräume weiter einengen. Als mögliche Lösungen schlagen die Experten eine Mischung aus Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen vor.

Quelle