SAP-Aktie im freien Fall: 29 Prozent Crash seit Jahresbeginn erschüttert Anleger
Lara WagnerSAP-Aktie im freien Fall: 29 Prozent Crash seit Jahresbeginn erschüttert Anleger
SAP-Aktie stürzt ab: Fast 29 Prozent Verlust seit Jahresbeginn
Der Aktienkurs von SAP ist in diesem Jahr stark eingebrochen und hat seit Januar fast 29 Prozent an Wert verloren. Der Rückgang folgte der Entdeckung zweier schwerwiegender Sicherheitslücken in der Unternehmenssoftware des Konzerns, was das Vertrauen der Anleger erschüttert hat. Bis letzte Woche war der Kurs auf 165,74 Euro gefallen und näherte sich damit einem 52-Wochen-Tief.
Die Probleme begannen im März 2026, als SAP die Schwachstellen in seinen Systemen bekannt gab. Seither ist der Börsenwert des Unternehmens um über 40 Prozent eingestürzt – von einem Höchststand von mehr als 330 Milliarden Euro im Februar 2025 auf etwa 194,33 Milliarden Euro. Der Einbruch spiegelt breitere Sorgen über die Unternehmensperformance wider, wobei Analysten auf verfehlte Cloud-Auftragsziele und eine nachlassende Wachstumsdynamik verweisen.
Mehrere Finanzhäuser haben ihre Prognosen angepasst. BMO Capital senkte das Kursziel von 320 auf 245 US-Dollar, behielt aber eine langfristig positive Einschätzung bei. Auch Barclays reduzierte sein Ziel von 348 auf 283 US-Dollar, stufte die Aktie jedoch weiterhin mit "Overweight" ein. Unterdessen stuft Zacks Research SAP von "Strong Buy" auf "Hold" herab und begründet dies mit nachlassendem Schwung.
Trotz dieser Rückschläge bleibt SAPs KI-Assistent Joule in über 210 Geschäftsanwendungen weltweit im Einsatz. Anleger blicken nun gespannt auf die Ergebnisse des ersten Quartals, die am 23. April 2026 veröffentlicht werden und mögliche Anzeichen einer Erholung liefern könnten.
Die SAP-Aktie notiert derzeit knapp 24 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, obwohl Analysten von soliden grundlegenden Unternehmensdaten sprechen. Der anstehende Quartalsbericht wird mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, um zu sehen, ob das Unternehmen verlorenes Terrain zurückgewinnen kann. Bis dahin belasten die Sicherheitsprobleme und die gedämpften Erwartungen weiterhin die Performance des Konzerns.